Dass Mode Blicke auf sich ziehen kann ist hinlänglich bekannt. Dass allerdings das Weglassen eines Kleidungsstückes noch mehr Aufmerksamkeit generiert, beweist dieses Video. Der No Pants Subway Ride ist mittlerweile bekannt. Jetzt erst habe ich dieses Video entdeckt. Welche Unterhose ist Euer Favorit? Die Mintfarbene mit der gelben Spitze oder doch eher dezent graugestreift?
Miss Piggy stattete im Rahmen der Berliner Fashionweek Michalsky einen Besuch ab. Der Modedesigner hatte eigens für die Plüschdiva ein Kleid aus fließender Seide entworfen. Das Grau harmoniert wunderbar mit ihrer zartrosa Schweineschnauze, wie ich finde. Schwarze Handschuhe und Silberschmuck runden das Outfit ab und verleihen dem Star-Schwein mehr Eleganz, als jede rosa Federboa es kann. Zum Glück hat Miss Piggy auf dieses Lieblingsacccessoire verzichtet. Überhaupt finde ich, dass die Diva unter den Muppets in den vergangenen Jahren gewonnen hat. Sie erscheint reifer und hat zu einem klaren Stil gefunden. Nur auf grasgrüne Frösche soll sie nach wie vor stehen.
Mit Farben kann man vieles falsch machen – aber wer den Umgang mit dem Knalleffekt beherrscht, kann sich auch gekonnt vom gedeckten Einheitslook abheben. Zum Beispiel mit diesem knallgelben Outfit von Cushnie et Ochs. Hätte ich die Wahl, würde ich vermutlich auch bei diesem Label zu den gedeckteren Farben greifen. Aber zum Anschauen gefällt ‘s mir. Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.
Nicht, dass ich am Sonntag bei meiner Mutter so zu Kaffee und Kuchen auflaufen würde, aber allein das Anschauen der Kollektion von Bliss Lau macht Spaß. Handelt es sich nun um Accessoires oder Kleidung? Welche Rolle spielt Haut und Nacktheit in ihren Ideen? Einen kleinen Blick habe ich am gestrigen späten Abend auf ihre Website noch werfen können. Danke an Julia.
Am Wochenende habe ich zum ersten Mal Kleidung auf dem Flohmarkt verkauft. Leider tragen nicht alle Duisburgerinnen meine Größe, wie ich mit Bedauern feststellen musste. Mein Versuch, reich zu werden, scheiterte an divergierenden Essgewohnheiten. Spaß hatte ich an der vielseitigen Klientel. Wir können immerhin behaupten, auf Duisburger Flohmärkten trifft sich die Welt. Da waren Osteuropäerinnen von Russland bis übers Baltikum und Polen vertreten. Roma- oder Sinti-Frauen fragten mich nach Röcken, Türkinnen kauften Oberteile in Braun- und Nude-Tönen, Afrikanerinnen griffen eher zu Mustern. Interessant, wie manche Kulturen ihre Eigenheiten haben und trotzdem hat jeder seinen individuellen Geschmack. Am wenigsten einer gemeinsamen Richtung zuordnen kann man wohl den Stil der Osteuropäerinnen. Da gab es alles – von super schick bis Jogginghose. Unsere Einnahmen investierten wir in Döner – eine typische Duisburger Spezialität.
Es gibt Produkte für Kinder und Dinge, die sich nur auf den ersten Blick an Kinder richten. Schaut man genauer hin, sind Eltern die eigentliche Klientel. Schließlich sind sie es, die im Geschäft das Portemonnaie zücken und sich eher überzeugen lassen, dass teuer gleichbedeutend mit gut ist. Diesem Credo schließt man sich anscheinend auch beim französischen Dessous-Label Jours Après Lunesan. Denn deren Werbefotos dürften kaum die Kunden im Sandkastenalter ansprechen.
Darauf sind spielende Kinder in Unterwäsche mit Attributen der erwachsenen Frau wie Perlenkette oder Makeup zu sehen. Wer in den Bildern nur das Harmlose erkennen will, dem lässt der Fotograf die Möglichkeit dazu. Doch dem, der mehr in den Darstellungen sehen möchte, bleibt leider genügend Spielraum. Es liegt im Auge des Betrachters. Und wenn ich mich auf der Website von Jours Après Lunes weiter von der Kinder- zur Damenkollektion durchklicke, sehe ich dort umgekehrt Frauen mit Kuscheltieren posieren.
Hier spielt man mit der Konstellation Kindlichkeit in Zusammenhang mit Sex Appeal – Erwachsene, denen Accessoires des Kindes und Kleine, denen Schmuck der Großen mitgegeben werden. Wo findet hier noch die scharfe Abgrenzung statt, die beide Welten voneinander trennen sollte? Mir fehlt die respektvolle Distanz, die Erwachsene vor dem Kindlichen wahren sollten. Sind die Reaktionen mancher im Netz übertrieben oder berechtigt? Sind wir heute zu empfindlich geworden und sind die Fotos tatsächlich nur harmlose Schnappschüsse spielender Kinder in knapper Kleidung? Meiner Meinung nach müsste man den Kleinen zuliebe vorsichtiger sein und auf jede Zweideutigkeit – mag sie uns auch noch so abwegig erscheinen – verzichten.
Eine spannende Diskussion zum Thema findet Ihr bei Les Mads
Er: “Wann fahren wir denn nach Hause?” Sie: “Du, ich brauche noch ein Paar Schuhe für Mutters Geburtstag.” Er:”Schuhe? Schuhe haben wir doch gerade in XXX gekauft.” Sie:”Das ist sechs Jahre her.” Er:”Ja, genau.”
Keiner betrachtete das Shoppingverhalten von Mann und Frau wie Loriot und konnte es so wunderbar widergeben. Ich werde seiner gedenken, wann immer ich in Zukunft in ein “frisches Steingrau” schlüpfe.
Viel hat sich seit der Geburt meiner kleinen Tochter Ende Mai geändert, aber nicht alles. Und so melde ich mich zurück aus der Krabbelecke und will wieder bloggen. Das Schreiben hat mir sehr gefehlt und ich hoffe, ich finde genügend Zeit, um diesen liebgewonnen Zeitvertreib weiter zu pflegen. Das also bleibt. Und was ist anders? Nun, ich weiß jetzt, dass 56 nicht nur eine Damengröße ist und dass winzige Kleidchen in Burberrys Nova Check besser aussehen, als große. Ich brauche morgens dreimal so lange wie früher, weil ich jetzt zwei Menschen anziehen muss, wobei der Zwerg sich nie dazu äußert, ob der Velours-Strampler zu warm oder die Ringelsöckchen zu kalt sind. In den vergangenen Wochen habe ich deutlich mehr Geld für weniger Stoff ausgegeben – aber es hat mich glücklicher gemacht.
Foto: Die Söckchen meiner Kleinen, die ungewöhnlich große Füße besitzt. Und herzlichen Dank für die schicken Söckchen mit den großäugigen Fröschen an Franziska.
Heute Morgen habe ich eine Riesenschale Müsli gefrühstückt. Wobei das Problem darin besteht, dass es sich Juniorette genau auf meinem Magen bequem gemacht hat. Ich drücke das Essen von oben rein und sie drückt kräftig von unten dagegen. Unsere Differenzen beziehen sich bisher nur auf Schlafpositionen und Essensaufnahme. Noch warte ich auf die berühmten Fressattacken, die andere Schwangere quälen. Aber mittlerweile glaube ich, es handelt sich um eine Legende. Wohin soll denn das Essen, wenn es sich den wenigen Platz mit einem Baby teilen muss?
Ins Wochenende schicke ich Euch mit einem Linktipp: Vergangenen Freitag hat das Süddeutsche Magazin mir und den anderen Lesern die große Freude bereitet und Fotos aus den Wohnungen einiger Berliner Prominente gezeigt. Falls Ihr also wissen möchtet, wie Harald Glööckler das Problem Topfpflanzenpflege löst oder Otto Sanders schicke Bibliotheksleiter aussieht, kommt Ihr leider zu spät. Die Süddeutsche Zeitung vom vergangenen Freitag bekommt Ihr nicht mehr am Kiosk, aber zum Glück gewährt uns Les Mads noch einen kleinen Blick auf die Fotos und fasst den Text zusammen. Für alle, die ihre voyeuristische Neigung pflegen möchten.
Foto: Patricia Guzman / Lifestyle Bunny: Magazin der Südeutschen Zeitung, April 2011
Yabané ist eine Kommode, deren Schubfächer sich zu zwei Seiten hin öffnen lassen. Beim Betrachten dieses Fotos kann ich fast schon das weiche Holz unter meinen Händen fühlen. Den Preis könnt Ihr direkt beim Design-Duo A + A Cooren in Paris erfragen. Aki und Arnaud Cooren vereinen französisches und japanisches Ambiente miteinander.