Psychodelisches Danse Gooshers

Gooshers_Kinderkreis

Sogar das Hündchen greift zu Gooshers, wenn der nette Guru, der den Kinderkreis moderiert, in sanften Tönen davon flötet. In den Weiten des Netz‘ tauchte dieses merkwürdige Video auf. Wer die psychodelische Wirkung der Bonbons namens Gooshers oder Gushers testen möchte, muss in die USA reisen, denn es handelt sich um Werbung für den dortigen Markt. Mit deutschen Tugenden werden hier ausnahmsweise nicht die Perfektion von Autos oder die Reinheit von Waschmitteln angepriesen.  Hausbackene Fernsehformate müssen herhalten. Wobei das echte deutsche Kinderprogramm besser ist, als der Ausdruckstanz der Damen und Herren in körperbetonter Kleidung es vermuten lässt.  Vorsicht, die Bilder waschen das Gehirn. Ich muss Gooshers lutschen …

Schuhe aus dem Mittelalter

Trippen

Duisburgs Straßen waren im Mittelalter selten gepflastert, wenn überhaupt gab es einige Holzstege zum Laufen. Darauf türmten sich Unrat, Schlamm und Exkremente, denn weder Abwasserkanäle noch die Duisburger Müllabfuhr sorgten für Sauberkeit. Wer damals seine feinen Schuhe schonen wollte, zog deswegen Überschuhe an, sogenannte Trippen. Das waren Holzschuhe mit Lederriemen, die man über die sehr empfindlichen Schuhe zog. Die Sohle war etwas dicker und bestand meist, wie hier zu sehen ist, aus einem höheren Absatz und einem weiteren Keil auf Höhe des Fußballens. So konnten weder Schmutz noch Kälte an die Füße kommen.

Mittelalterliche Schuhe waren meist aus Stoff gefertigt und verfügten über eine dünne Ledersohle. Das machte das Tragen von Trippen nötig. Diese hier sind im Duisburger Kultur- und Stadthistorischen Museum ausgestellt. Als man sie fand, hatten sich die Lederriemen längst zersetzt, aber die alte Holzsohle ist gut erkennbar. Am Sonntag war ich im Museum und habe dieses Foto geschossen, bevor ich ins Wahllokal rannte und dort meine Kreuze gemacht habe.

Was mich und Marilyn Manson verbindet

origin-of-swine-flu

Ihn trifft keine Schuld, obwohl zahlreiche Blogs das behauptet haben.

Wichtiger Celeb-Kranker

In der vergangenen Woche habe ich zwei Tage mit Schlafen verbracht, die restliche Zeit lag ich jammernd auf dem Sofa. Als ich mich heute wieder in die Mensa wagte, hielt alles um mich herum Sicherheitsabstand, denn niemand wollte mir glauben, dass ich nicht die Schweinegrippe hatte. Dabei habe ich so etwas im Gefühl. Sänger Marilyn Manson leidet wohl zweifelsfrei an Schweinegrippe. Er hat sich dazu bis ins Detail auf seiner Facebook-Seite geäußert: „So I have officially been diagnosed, by a real doctor, with the Swine Flu. I know everyone will suggest that fucking a pig is how this disease was obtained. However, the doctor said, my past choices in women have, in no way contributed to … me acquiring this mysterious sickness. Unfortunately, I am going to survive.“

Glückliche Normalkranke

Wie auch immer man es dreht. Marilyn Manson hat beide Seiten zutiefst beleidigt: die Frauen, zu denen er eine Beziehung hatte und sämtliche Schweine auf der Welt. 2.033 Leute haben unter diesen Facebook-Eintrag ihren Kommentar gepostet. Das meiste davon sind Genesungswünsche. Was mich und Marilyn Manson verbindet, trennt uns gleichzeitig. Ich komme nicht auf 2.033 Kommentare auf ein einziges Posting bei Facebook plus zahlreicher Online-Magazine, die sich bereits über Mansons Eintrag ausgelassen haben. Dafür bin ich jetzt schon gesund und putzmunter, während Manson noch jammernd auf dem Sofa liegt.

Foto: Ursprung unbekannt, das Bild ist bereits von zahlreichen Blogs gepostet worden.

Blick zurück in die Zukunft: Futuristische Mode der 30er

Diese filmische Perle zeigt, wie sich Designer im US-Amerika des Jahres 1930 die Mode der Zukunft vorstellten. Genauer gesagt, geht es um die Mode des Jahres 2000. Die Damen lächeln uns aus Planeten-Schmuck entgegen. Hightech macht die Anpassung an jede Umgebung möglich, egal, ob auf der Erde oder dem Saturn. Weniger der Look unterscheidet sich von unserem heutigen, sondern eher die Vorstellung von Gesellschaft und Zusammenleben von Mann und Frau. Während den Damen eine elektrische Leuchte am Kopf bei der Suche nach dem Parnter fürs Leben helfen soll, hat der Mann reichlich Taschen fürs Kleingeld oder die Schlüssel. Ein besonderes Highlight: Er verfügt über ein eingebautes Radio und Telefon. Der Hörer des Pendants zu unserem Handy und MP3-Player hängt lässig an seiner Jacke. Frauen benötigen anscheinend kein Telefon.

Ein Krönchen für mich

H&M_Diadem

Schon immer davon geträumt, eine Prinzessin zu sein? Wie ich bereits zu Karneval geschrieben habe, durfte ich mich als kleines Mädchen nie als Prinzessin verkleiden. Womöglich wollte meine aufgeklärte Mutter mich mit diesem Verbot vor den Abgründen einer Mädchenexistenz zwischen rosa Tüll und Glitzerkrönchen bewahren. Also erschien ich als Fünf- oder Sechsjährige in Kostümen, die eine visualisierte Auseinandersetzung mit Missständen unserer Gesellschaft darstellten. Ich war die mit dem uncoolen Kostüm zwischen den Cowboys und Prinzessinnen.  Für alle, die wie ich ungelebte Träume nachholen müssen, gibt es dieses Prinzessinnenkrönchen von H & M.

Foto: H & M