Not in Fashion

Wie bei Julia Stelzner bereits zu lesen war, hat am vergangenen Wochenende (25.09.2010) die Ausstellung Not in Fashion im Museum für moderne Kunst in Frankfurt am Main eröffnet. Gezeigt werden Modefotos der 90er Jahre, sozusagen der Prä-Digitalfotoära. Zu sehen sind Werke von Jürgen Teller, Wolfgang Tillmanns, der vor kurzem gestorbenen Corinne Day und anderen. Meist handelt es sich um eigentümliche Bilder, die den Modezirkus in einem merkwürdig schattigen und manchmal sogar unvorteilhaften Augenblick zeigen. Gerade Corinne Day galt mit ihrer Neuentdeckung Kate Moss als Schöpferin des Heroin-Chics. Mit ihm hielten die besonders dünnen Models Einzug in die Modewelt.

Ausstellung Not in Fashion, Mode und Fotografie der 90er Jahre / 25. September 2010 bis 9. Januar 2011 / Museum für moderne Kunst, Domstraße, Frankfurt-Main / Öffnungszeiten: Di und Do bis So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr, Mo geschlossen / Eintritt: 8 Euro, red. 4 Euro.

Weitere Infos auf der Website zur Ausstellung Not in Fashion

Foto: Corinne Day, Kate Moss, Sommer of Love, 1990

Bora Aksu

Mode des türkischstämmigen Designers Bora Aksu

Beim virtuellen Besuch der London Fashion Week sind mir die Entwürfe von Bora Aksu aufgefallen. 2002 machte der Modedesigner mit türkischen Wurzeln seinen Abschluss am Central Saint Martins. Ich mag die Leichtigkeit, die seine Oberteile vermitteln mit kurzen, ein wenig ballonförmigen Röcken und verspielten Details. Wobei Bora Aksu sich hier auf diesen Bildern für eine strenge Zweiteilung seiner Outfits entschieden hat: unten Leggins in strengem Schwarz und oben der hauchzarte Kontrast.

So wie Bora seine Outfits auf der London Fashion Week präsentiert hat, werden sie wohl eher die Herzen der zukünftigen Trägerinnen erobern können. Auf der Schau in London hat Bora die schwarzen Leggins durch transparente Strümpfe mit zarter Spinnenwebenstruktur ersetzt, was ein eher stimmiges Gesamtbild ergibt – alltagskompatibler, aber weniger spannungsreich. Weitere Fotos und Link gibt es unten nach dem Klick …

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Marc Jacobs Bang

Da posierte Marc Jacobs tatsächlich mit nichts außer einem Parfüm-Flacon vor der Kamera. Um ihn herum knüllt sich die Glanzfolie. Für seinen neuen Herrenduft Bang zog der Modedesigner höchstpersönlich die tätowierte Brust und noch viel mehr blank. Kreiert hat das neue Duftwasser die US-Parfümeurin Ann Gottlieb. Ihr ist eine Komposition aus verschiedenen Pfeffernoten gelungen, die dem modernen Mann eine Prise Schärfe verleihen. „Passt gut zu mir“, dachte sich Marc Jacobs, griff zum Flacon und ließ sich für die Kampagne zu Bang ablichten. Hinter dem würzig holzigen Duft von Bang verbergen sich drei verschiedene Pfeffersorten sowie eine Basisnote aus Elemi- und Benzoinharz. Eichenmoos, Vetiver und Patchouli symbolisieren als Kopfnote Stärke und Kraft. Bang ist der erste Herrenduft, der von Marc Jacobs nach zwei Damenparfüms herausgebracht wird. Anbei findet Ihr ein kurzes Making-of der Kampagne, in dem Marc Jacobs sich schon darauf freut, sein neues Parfüm an Männern rund um den Globus riechen zu dürfen.


(Dies ist Werbung für Marc Jacobs Bang)

Young Me Now Me

Falls Ihr dem schönen Wetter gestern nachtrauert, kommt hier eine kleine Aufheiterung für Euch: Youngmenowme oder leserlicher Young Me Now Me ist ein Blog, in dem Leute ihre Kinderbilder nachstellen und das Ergebnis neben dem alten Foto posten. Erstaunlich, wie treu sich die Menschen bei Gestik und Mimik bleiben. Besonders Engagierte basteln sich sogar ihr Kinderkleidung von damals in groß nach.

Hier geht es zu youngmenowme

Foto: Screenshot youngmenowme

Kinder Aggugini

Kinder Aggugini: Frühjahr- und Sommer 2011

Im Interview beschrieb Modedesigner Kinder Aggugini seinen Stil mit „Coco Chanel marries Sid Vicious“. Die Sprösslinge der reduziert eleganten Modeikone und des Punk-Rockers bevorzugen demnach Südseeinselflair. Bei seinen Entwürfen greift Kinder Aggugini auf klassische Kombinationen zurück, denen er mit ungewöhnlichen Prints oder kleinen Variationen einen Kick Wildheit verpasst. Auf der London Fashion Week präsentierte der Italiener mit dem merkwürdigen Namen seine Kollektion, die mich an einen meiner Lieblingsorte meiner Kindheit mitten nach Kolumbien versetzt. Mehr Fotos gibt es nach dem Klick …

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