Vor und am zweiten Maiwochenende bin ich wieder in München gewesen. Mich hat das Hotelbadezimmer fasziniert. Fürs heimische Nass ist die hochglänzende Dunkelheit wohl nicht geeignet – zumindest nicht für mich. Denn jeder Tropfen Wasser verewigt sich bis zum nächsten Putzen auf den spiegelglatten Oberflächen. Und ich vermute, dass solch ein Bad keine Scheuermittel verträgt. Es empfiehlt sich ein mit weichem Mikrofasertuch bewaffneter Kammerdiener. Solange ich den nicht habe, werde ich mich weiterhin in meinem in Nachkriegsgelb gekachelten Bad duschen müssen.
Foto: Lifestyle Bunny / Patricia Guzman im Eurostars Grand Central, München
Das ist die Ikea Lampe PS Maskros, die Ihr beim Schweden Eures Vertrauens für entspannte 79 Euro erstehen könnt. Passend zu Euren Frühlingsgefühlen besteht die Deckenleuchte aus Papierblüten und kommt auf einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Das sieht wie ein riesiger Blumenstrauß an der Decke aus. Bei der IMM Cologne machten mir zwei Herren in Anzug an einem Messestand die Freude und wiesen auf den günstigen Preis hin. Siehe da, auch im Shopping-Paradies für größere Geldbeutel gibt es Low-Budget-Inseln.
Vor vielen Jahren wäre ich gegen Ende eines dreimonatigen Praktikums in einer Möbelschreinerei vor Stolz um ein Haar geplatzt. Ich hatte recht krumm und schief ein Regal mit Schwalbenschwanzverbindung gebaut. So können Möbel ohne Nägel aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt werden. (Hier gibt es Infos und eine Zeichnung zur Schwalbenschwanzverbindung.) Es hat bis heute gut gehalten. Seitdem schaue ich mir jedes Möbelstück genauer an. Jenny Wulff aus Hamburg machte mich per Mail auf dieses Bett aufmerksam. Sie und Mathis Kreyer vertreiben das schlichte Möbelstück seit 2005. Hergestellt wird es in Estland. Die Einzelteile des Bettes sind zusammengesteckt und lassen sich für jeden Umzug moderner Stadtnomaden leicht auseinandernehmen. Weitere Infos und Fotos zu The Simple Bed gibt es auf der Homepage.
Wer in Paris auf die Metro wartet, darf es sich gemütlich machen. Noch bis zum 24. März 2010 warten in vier U-Bahnhöfen Sofas und Sessel auf müde Passagiere. Ikea hat vier Stationen mit kuscheligen Sitzmöbeln eingerichtet. Passend dazu sind die Plakatwände mit Fotos von Schrankwänden und Regalen beklebt. Der Wohnzimmercharme in ungewohnter Umgebung dürfte so manchem die Wartezeit versüßen. Die Ikea-Werbung feiert neben ihrem praktischen Nutzen auch Erfolge im Internet.
Zurzeit schneit es viel und unsere kleinen gefiederten Freunde finden weniger Futter. Wer Vögeln eine Mahlzeit servieren möchte, kann das in einem dieser schicken Pavillons im Miniformat tun. Das Vogelhaus gibt es in verschiedenen Farben. Zur Belohnung bekommt ihr etwas vorgeträllert. Die Vogelhäuser gibt es von Muno Home Decoration.
Der Mensch macht es sich daheim schön wie die IMM Cologne 2010, die Kölner Möbelmesse gezeigt hat. Dabei ist heute weniger der Purismus der 90er Jahre gefragt. In den eigenen vier Wänden darf es elegant, aber auch gerne gemütlich zugehen. Folglich kombinieren wir unser schlichtes Sideboard gerne mit einem zotteligen Flokati oder kuscheligen Sofa. Ich bin den ganzen Samstag über auf der IMM in Köln gewesen und habe in Gedanken mein Luftschloss eingerichtet. Besonders die Beleuchtung hat es mir angetan. Ich habe so schöne Sessel entdeckt, an denen ich mich am liebsten für immer festgeklammert hätte. Wie oben auf dem Bild zu sehen ist, haben viele Messebesucher den weichen Polstern kaum widerstehen können.
Mehr Fotos von der IMM Cologne 2010 gibt es unten nach dem Klick …
Macht Euren Flachbildfernseher zum Hingucker. Fernsehschrank von VM-Möbel-Design
Möbelmesse in Köln
Vom 19. bis einschließlich 24. Januar 2010 findet in Köln die IMM Cologne, die internationale Möbelmesse statt. Samstag und Sonntag sind wieder Publikumstage, an denen jeder in die Messe darf. Wer möchte, kann also am Wochenende einen Blick auf Möbel, Sanitär, Lampen, Raumteiler, Teppiche, Dekogegenstände, Wohnaccessoires und Kleinigkeiten wie Geschirr und ähnliches werfen. Ich werde mich wohl am Samstag auf Entdeckungstour begeben und zur IMM fahren.
Die Tageskarte kostet an den beiden Publikumstagen – am 23. + 24. Januar 2010 – nur 17 Euro, Familienkarten gibt es für 34 Euro. An den Fachbesuchertagen ist es teurer. Öffnungszeiten sind an beiden Tagen 10 bis 19 Uhr. Weitere Infos zur IMM Cologne gibt es hier.
Ich versuche gerade, keine albernen Witze über Erhöhung der Treffsicherheit zu machen. Das hier ist Glow in the Dark, eine leuchtende Klobrille. Die schwedische Designerin Monica Förster hat das praktische Accessoire fürs Badezimmer entworfen. Wer den nächtlichen Toilettengang kennt, wird wissen, um wie viel angenehmer es ist, nicht das grelle Badezimmerlicht einschalten zu müssen. Mithilfe des luminiszierenden Polyethylen hat man das Ziel sicher vor Augen. Die Toilettenbrille leuchtet im Dunkeln angenehm gelb. Bei dem Anblick ist das Weiterträumen kein Problem. Wer möchte, kann dazu die leuchtenden Wasserhähne von Banana Factory kombinieren.
Am Montagabend habe ich eine Freundin nach Hause gefahren. Sie erzählte mir, früher hätte sie sich über Leute lustig gemacht, die in Häusern wohnen, an denen in der Vorweihnachtszeit die roten Plastikweihnachtsmänner hochklettern. Als sie vor einigen Tagen vor ihre Haustür stand, rieb sie sich ungläubig die Augen. Über ihr schwebte eine dieser Puppen in rotem Lackmäntelchen mit Zipfelmütze und schien gerade das Treppenhausfenster entern zu wollen. Ein Nachbar hatte dekoriert.
Ich werde in den kommenden Tagen auch meinen Weihnachtsschmuck aus dem Keller kramen. Denn in dieser Zeit lässt sich jeder noch so große stilistische Ausrutscher mit dem nahenden Weihnachtsfest entschuldigen. Da dürfen wir sogar in Häusern wohnen, an denen alberne Puppen oder beleuchtete Rentierschlitten hängen. Letzteres platzierte mein Nachbar in Lebensgröße auf seinem Dach, als ich noch in England gelebt habe. Er muss Lieblingskunde des Elektrizitätswerks gewesen sein, so wie der Bewohner dieses Hauses im Clip.
Unter dem Namen Binta hat Philippe Bestenheider einen Sessel entworfen, der an Stoffe und Architektur Afrikas erinnert. Ich war bisher nur in Afrikas Norden unterwegs und bei mir weckt die Zusammensetzung verschiedener Muster andere Assoziationen: So einen Mix habe ich in der Karibik gesehen. Als ich mich als Gast dort mal erkundigt habe, warum der Sessel mit einem anderen Stoff bezogen war als das Sofa, das daneben stand, wurde mir gesagt, es wäre halt gerade nicht genügend Stoff da gewesen. Weitere Fotos des Sessels Binta gibt es unten nach dem Klick …