Meine ersten Camper-Schuhe

Bisher gehörten Camper-Schuhe für mich zu den Must-Haves aller Bildungsreisenden. Sie sehen besser aus als Birkenstocks, sind aber genauso bequem – dachte ich. Kürzlich habe ich meine Meinung revidiert. Ihr Look ist irgendwie knudellig hübsch. Aber die dauerlaufende Kulturtouristin vermisst das ergonomisch geformte Fußbett. In Budapest ging mir damit auf der Kettenbrücke die Kondition aus. Das weitere Einsatzfeld meiner neuen Camper-Schuhe sollte der Spielplatz sein. Hier entstand auch das Foto, kurz bevor ich mir mit dem Kinderwagen über die Füße fuhr und das wunderbar weiche Leder regelrecht zerschnitt – zu meinem großen Bedauern.

 

 

 

Schuhe gekauft

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Entgegen der landläufigen Meinung, alle Frauen hätten einen Schuhtick, gehöre ich nicht zu den Damen, die sich ständig neue Treter zulegen. Deswegen war dieser Kauf dringend notwendig, auch, wenn ich mich dazu überwinden musste. Merkwürdig, denn ich bin davon überzeugt, alles starrt mir beim Schuheanprobieren auf die Füße. Beim Aussuchen habe ich Wert auf unauffällige Tragbarkeit gelegt, doch fürs Foto dürfen es gerne quietschbunte Socken sein. Fast wäre ich beim Versuch, meine eigenen Füße zu fotografieren vom Stuhl gefallen. Am liebsten würde ich mir fürs Shooting die Füße meiner Schwester ausleihen, aber die war heute damit anderweitig unterwegs.

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Fotos: Lifestyle Bunny / Patricia Guzman

Schuhe: Deichmann

Von Schuhen verfolgt

Schuhverfolgung

Sängerin Aura Dione wird in diesem Musikclip von Schuhen verfolgt. Es sind ein paar nette Treter dabei, die sogar mit Aura ein paar Schritte tanzen. Nicht, dass Ihr morgen früh versucht, Eure Schuhe aus dem Schrank zu locken. Sowieso haben einige Exemplare womöglich zu viel gekostet, um das Risiko einzugehen, dass sie Euch davon hüpfen.

Schuhe aus dem Mittelalter

Trippen

Duisburgs Straßen waren im Mittelalter selten gepflastert, wenn überhaupt gab es einige Holzstege zum Laufen. Darauf türmten sich Unrat, Schlamm und Exkremente, denn weder Abwasserkanäle noch die Duisburger Müllabfuhr sorgten für Sauberkeit. Wer damals seine feinen Schuhe schonen wollte, zog deswegen Überschuhe an, sogenannte Trippen. Das waren Holzschuhe mit Lederriemen, die man über die sehr empfindlichen Schuhe zog. Die Sohle war etwas dicker und bestand meist, wie hier zu sehen ist, aus einem höheren Absatz und einem weiteren Keil auf Höhe des Fußballens. So konnten weder Schmutz noch Kälte an die Füße kommen.

Mittelalterliche Schuhe waren meist aus Stoff gefertigt und verfügten über eine dünne Ledersohle. Das machte das Tragen von Trippen nötig. Diese hier sind im Duisburger Kultur- und Stadthistorischen Museum ausgestellt. Als man sie fand, hatten sich die Lederriemen längst zersetzt, aber die alte Holzsohle ist gut erkennbar. Am Sonntag war ich im Museum und habe dieses Foto geschossen, bevor ich ins Wahllokal rannte und dort meine Kreuze gemacht habe.

Jede Menge Schuhe: Ausstellung zu einer Leidenschaft

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Verführerisches Trippeln oder der Tritt in den Hintern – erst der richtige Schuh macht es effektiv. Deshalb haben Menschen mit Schuhtick für jede Gelegenheit das passende Paar im Schrank stehen. Eine Ausstellung gibt sich jetzt ganz dieser Leidenschaft hin.

Etwa 15 Prozent der Frauen gehören zu den Schuh-Fanatikerinnen und kommen kaum an einem mit Tretern dekorierten Schaufenster vorbei, ohne hineinzueilen und sich durch sämtliche Regale durchzuprobieren. Beim ersten Date starren sie Männern auf die Füße und schließen anhand des Schuhwerks auf weitere Qualitäten ihres potenziellen Partners. Wer ungehindert nach Herzenslust Schlappen, Pumps und Schühchen aus verschiedenen Zeitaltern ansehen möchte, kann dies bei der Ausstellung Schuhtick – Von heißen Sohlen und kalten Füßen tun….

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