hermes_versuch_duesseldorf

Was mag hier passiert sein? Ein Treffen Spiritueller, die versuchen, die Macht ihrer Gedanken zentral zu bündeln, um so zur ewigen Erkenntnis zu gelangen? Oder gemeinschaftliche Kontaktpflege zu Außerirdischen? Das Stichwort Versuch ist hierbei der Schlüssel. Es handelt sich um das Hermes-Experiment an dem ich und zwei Freunde, Theo – der Mann, der böse zu meinem Mini war – und Damir teilgenommen haben. In der LTU-Arena wurde so das Verhalten von Menschenmassen analysiert. Mit 300 Leuten stellten wir die Menge dar, strömten durch die Gänge, über Treppen und an Balustraden entlang, spielten Zustrom und Vorbeilaufende….

Wo bin ich?

Um so öfter wir unser Ritual des auf Kommando Aufstehens und Loslaufens wiederholten, um so besser wurden wir. Ich habe mir später die Anweisungen des Versuchsleiters gespart und bin einfach nur der Masse hinterher gelaufen. Zwischen den Durchgängen ging es zum gemeinsamen Mittagessen. Ich glaube einige Tage länger und ich hätte mich wie ein Borg bei Star Trek verhalten. Auch unsere „Uniform“ trug zum Kollektivgedanken bei. Anfangs fanden wir unsere badekappenartige Kopfbedeckung und die XXL-Shirts unmöglich. Aber wer dazu gehören wollte, musste individuelle Stylingwünsche ad acta legen. Die Punkte auf unseren Köpfen dienten der Kamera, die weit oben über uns schwebte, als Referenz. Ich habe mich als Punkt in der Masse sehr wohl gefühlt und hätte noch tagelang jedem anderen Punkt hinterher trotten können. Hauptsach, es gab zwischdurch etwas zu essen. Na, hinter welchem dieser Tupfer steckt wohl mein Kopf?