Vintage – auf alt getrimmte Möbelschätze

Vintage – auf alt getrimmte Möbelschätze

Was ist dran am Hype um Vintage Interieur?

Vintage, das Wort hat sich in den vergangenen Jahren schon beinahe schneller breitgemacht, als der Trend selbst. Alles ist heute vintage oder soll zumindest den Anschein machen. Doch was ist überhaupt dran am Hype um vintage Interieur? Und was ist das überhaupt?

Was ist Vintage überhaupt?

Das Wort stammt ursprünglich aus dem Weinanbau. So wurde ein bestimmter Jahrgang bzw. eine bestimmte Lese als Vintage bezeichnet. Nach und nach fand das Wort dann auch seinen Weg in andere Bereiche wie etwa Mode, Kunst oder eben Mobiliar.
Vintage bedeutet heute erst einmal altmodisch oder klassisch. Möbel oder Einrichtungsgegenstände, die aus einer bestimmten Zeit stammen. Um welche Zeit es sich dabei handelt, ist dabei fast egal. In der Regel bewegen sich die Möbel optisch zwischen 20’er und 70’er Jahren. Jetzt müssen Gegenstände aus vergangenen Zeiten ja nicht gleich altbacken oder überholt sein. Richtig in Szene gesetzt kann ein Tisch, eine Anrichte eine Menge hermachen.

Bedenkt man dabei, dass es bei der Einrichtung eines Zimmers immer die Kleinigkeiten sind, die das Bild abrunden, ist so ein vintage Möbelstück ja schon eine feine Sache.
Viele haben ja schon etwas Angst einem „Trend“ nachzueifern. Doch warum eigentlich nicht? Wenn etwas schön ist, ist es schön. Wenn es gefällt, gefällt es halt.
Also ruhig Mut, Ihr dürft Euch getrost nach neuem alten Interieur umsehen. Man wird nicht sofort zum Hipster und verwandelt sich mit dem Erwerb des neuen Couchtisches in einen IT-Nerd mit Schirm, Charme und Hornbrille.

Vintage Möbel im Einsatz

Es gibt im Moment viele Möglichkeiten an die begehrten Retro-Teile zu kommen. Die meisten Geschäfte und Internet Shops bieten eine schöne Auswahl an „auf alt gemachte“ Möbel. Hier und da findet man dann auch ein echtes Relikt. Das Tolle an diesen Möbeln ist ganz klar ihr Charme. Sie zaubern ja schon ein gewisses Flair ins Wohnzimmer, die Küche oder welchen Raum auch immer. Mag man es eher romantisch verspielt oder Pop-Art mäßig? Das passende Stück wird sich im vintage Bereich immer dazu finden.

Vintage Couchtisch im industrial Look der 1920er

Ganz besonders haben es mir allerdings die Stücke angetan, die den industriellen Charme versprühen. Pib-home bietet diesbezüglich eine schöne Auswahl. Hier findet man zwar keine originalen Relikte aus längst vergangenen Zeiten, doch den maschinellen Charme versprühen die Tische und Couchtische alle Male.
Ich kann mir dieses Interieur richtig gut in einem schönen großen Loft vorstellen, oder im Kontrast zu untapezierten Wänden, alten Backsteinen oder Klinker.

Je nach persönlichem Gusto oder auch Wohn- und Lebensstil benötigt man entweder viel Platz für viele Leute oder eher maximale Möglichkeit auf kleinem Raum. Für beide Varianten lassen sich schöne alt anmutende Tische finden, denn bei pib-home gibt es wirklich eine große vintage Couchtisch Auswahl. Den perfekten Look und ein klein wenig Steampunk gibt’s gratis dazu.

Mut zum Statement

Vintage Interieur ist ganz klar ein Statement. Hier dürft Ihr Euch ruhig mal was trauen. Ich finde diese Art, der Einrichtung passt auch zu vielen Wohnarten. Ob man eher zurückhaltend lebt und mit dem neuen Vintage Couchtisch einen schönen starken Akzent setzen möchte oder ob sich dieses Möbel perfekt ins passende Ganze fügt, das hängt ganz von einem selbst ab.
Ab einem gewissen Alter darf in den eigenen vier Wänden auch mal was gewagt werden. Dann ist es vorbei mit zusammengewürfelter Studenten- oder Azubibutze und der eigene Stil darf nun endlich Einzug halten.

Alle Fotos pib-home

 

Ein paar Blümchen für Euch

Ein paar Blümchen für Euch

Der Frühling macht Salto und möchte offensichtlich ein kleiner Sommer werden. Wer weiß, wenn die Temperaturen weiterhin so kräftig ansteigen, kann der April durchaus mit dem Juni oder Juli konkurrieren. Weil mir gerade nach sommerlichem Gehüpfe zumute ist, werfe ich einen Blick auf die Outfits für ganz mutige: auf leichte Stoffe, kurze Ärmel, Kleider und Röcke. Ein bisschen gehöre ich allerdings zur Gruppe der Wetter-Zweifler. Kennt Ihr das? Selbst bei hohen Temperaturen nehmt Ihr immer eine Jacke mit und oft ist bei strahlendem Sonnenschein ein Regenschirm Euer treuer Begleiter? Wenn Ihr Euch sagt: „Schließlich haben wir April“, dann gehören wir zusammen und sind eine Schicksalsgemeinschaft. Denn ich ziehe mich immer ein kleines bisschen zu warm an. Aus gesundheitlicher Perspektive soll das eigentlich völlig in Ordnung sein, sich nicht zu leicht zu kleiden. In solchen Augenblicken schiele ich trotzdem neidisch auf die Frühlings-Freaks, die in Flipflops und kurzen Hosen neben mir her hüpfen. Ich ziehe den Schal nur fester und freue mich über jeden Mitleidenden. Wir zu warm angezogenen sind für jeden Fall gerüstet. Trotzdem muss ich Euch hier Alternativen zeigen. Es lohnt sich, bei 20 Grad die Wollmütze zu Hause zu lassen und seine Ohren von zartem Wind umwehen zu lassen. Fassen wir uns ein Herz und sind gemeinsam mutig. Ich habe bei Asos nach neuen Outfits für den kleinen Sommer gesucht und möchte Euch einige Teile vorstellen.

 

Those Paddy’s Day wardrobe decisions 🤔💭🍀

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Ich finde, Blumen und Volants sind das Frühlingshafteste überhaupt für leichte Blusen. Hier sind sie auch noch in Grün und mit Blümchen. Was will man mehr? Solche Oberteile sind der Inbegriff des Frühlings. Und für die Ängstlichen verrate ich ein Geheimnis: Unter Blusen lassen sich prima langärmlige T-Shirts verstecken. Das ist wie Trapezschaukeln in fünf Metern Höhe aber mit Netz. Kommt doch noch eine April-Laune um die Ecke geweht, seid Ihr gerüstet.

 

 

Make sure your bridesbabes‘ shoe game is on point 👠👰

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Ihr gehört zu den Angsthäschen, die beim Anblick von nackten Füßen in Sandalen bei noch frischen Temperaturen bibbern? Darf ich Euch zu einem Auslandssemester an einer englischen Uni raten? Dort lernt Ihr nicht nur vor lauter Verzweiflung das Kochen und steigert Eure Party-Ausdauer. Ihr trabt lange Wege durch den südenglischen Winter – und das ganz ohne Socken. Später in Deutschland fragt Ihr Euch dann, wie das eigentlich funktionieren konnte, wo Ihr doch das Motto Eurer Omi lebt: nie ohne warme Socken. Ich verrate Euch: Hier macht Übung die Meisterin. Wenn Ihr so gut wie nie warme Schuhe an habt und in ungeheizten Seminarräumen den ganzen Tag sitzen müsst, vergesst Ihr, wie sich warme Füße anfühlen. Und was gibt es schöneres als das Kopfschütteln des Besuchs aus Deutschland. Hier findet Ihr Tipps eines überzeugten Sandalenträgers. Überall, wo Ihr barfüßig jetzt in leichten Schuhen hierzulande auftaucht, seid Ihr garantiert die Einzigen ohne Socken. Jeder wird Euch dafür bewundern.

Black Sabbath, florals, or both? 🔎: 990105, 966756, 941464

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Ich habe bereits von Blümchen, Volants und leichten Schuhe gesprochen. Ein Kleid wie dieses ist die perfekte Ergänzung. Die Vorsichtigen unter Euch können ja eine Strickjacke mitnehmen. Und falls der Regenschauer kommt, gilt es als besonders weiblich, sich die Jacke eines männlichen Begleiters auszuleihen. Der wird vielleicht leise vor sich hin fluchen. Aber woher solltet Ihr wissen, dass es im April so regnen kann? Schließlich haben wir fast Sommer und sind mutig. Wir brauchen nur wie der Trapezkünstler unser Netz. Das kann ein T-Shirt sein, ein Paar Socken in der Handtasche oder ein netter Begleiter mit wattierter Jacke. Dann ist es gar nicht mehr so schwierig, ein Risiko einzugehen.

Und was ich nicht am Frühling mag? Es ist eine Jahreszeit, in der es weder Winter- noch Sommerschlussverkauf geben kann. Es handelt sich um den Aufbruch und wer sich dann passend neu einkleiden möchte, muss dies zum Normalpreis tun. Aber hier habe ich noch einen kleinen Tipp zum Schluss für Euch: Kauft beim Online-Shopping mit Gutscheinen ein. Hier bei GutscheinPony bekommt Ihr welche zu Asos – das ist die Mode auf den Bildern. Euer Geldbeutel muss dann keine Frühjahrdiät einlegen. Und vielleicht mögt Ihr dann mit dem übrig gebliebenen Geld bald wieder Shoppen gehen? Wie wäre es, wenn Ihr Euch für den Hochsommer eine warme Daunenjacke kauft? Oder Ski-Handschuhe? Sommerkleidung im August kann ja jeder …

Fotos: Pexels under CC0 und Instagram – Asos

 

Keine Angst vor der Schrankwand

Keine Angst vor der Schrankwand

Bisher vermittelte mir der Anblick einer Schrankwand, dass der Bewohner angekommen ist: im Leben und in seinem endgültigen Domizil. Wer sich für eine Schrankwand entschieden hat, zieht nicht mehr spontan von Berlin nach Neuseeland um dort Schafzüchter zu werden. Ein Längenmaß von drei, vier, vielleicht sogar fünf Metern verbietet derartige Auswanderungsträume. Kaum ein Möbelstück symbolisiert Beständigkeit wie dieses. Und wer eine Schrankwand besitzt, hat auch den Hausstand, um ihn darin zu verstauen. Bei Schrankwandbesitzern gibt es den Nudelsalat auf der Grillparty nicht mehr vom Pappteller. Schließlich steht genügend Porzellan in der Schrankwand. Doch was machen Menschen voller Widersprüche wie ich? Ich habe jede Menge Teller, Vasen und Schüsselchen, doch keine Schrankwand. Und trotz meiner kleinen handlichen Möbel ziehe ich nicht nach Neuseeland – habe den Traum vom Leben in weiter Ferne aber nie ganz aufgegeben. Vielleicht sollten wir potenziellen Neuseeland-Auswanderer uns für eine variable Schrankwand entscheiden? Es muss ja nicht gleich Eiche-Rustikal mit schweren Schnitzarbeiten sein. Da gibt es auch Modelle, die weniger wiegen und zarter aussehen.

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Die ersten Schrankwände gab es bereits 1921 von der württembergischen Möbelfabrik Erwin Behr. Richtig populär wurden die großen Möbelstücke in den 1960er Jahren. Auf wenig Raum ließ sich möglich viel verstauen. Damals lebte eine ganze Familie oft auf der Wohnfläche, die heute einer einzigen Person zur Verfügung steht. Die Pro-Kopf-Wohnfläche ist in Deutschland mit über 40 Quadratmetern so hoch wie nie. Dementsprechend ist genug Platz für mehrere Schränke und luftigeres Design. Wir haben viel Raum für kleinere Möbel. Und beim Entwurf für eine Schrankwand kommt es nicht mehr allein auf den Nutzen an. Dies erleichtert mir die Entscheidung. Denn meine Vorbehalte schwinden beim Anblick von variablen Möbeln, bei denen ich mir auch kräftigere Farben vorstellen könnte. Sobald ich mich am Anblick einer knallroten Schranktür satt gesehen habe, tausche ich einfach die Tür in eine kanarienvogelgelbe um. Es ist als keine Entscheidung fürs Leben mehr, sobald eine Schrankwand in die Wohnung kommt. Alles bleibt flexibel, jugendlich, dynamisch. Ich habe eine tolle Schrankwand bei mycs entdeckt, deren Innenraum und Äußeres ich so gestalten kann, wie ich möchte. Ich bräuchte ein CD-Regal, viele Bücherregale und Fächer hinter Türen für Gläser oder Kleinkram. Auch ein Platz für ein Fernseher wäre schön. Mir gefällt Abwechslung sehr gut. Ich würde offene Fächer in Kombination mit Türen und Schubladen wählen. Das ganze darf gerne in Kunterbunt sein. Übrigens ist das System ganz einfach erweiterbar. Die Schrankwand ist nicht mehr das Symbol des Erwachsenseins. Sie bleibt heute „umzugsfähig“ indem man einfach neue Teile hinzukauft oder alte Teile in der neuen Wohnung getrennt voneinander aufstellen kann. In Neuseeland soll man übrigens viel Platz haben – viel Platz für Schrankwände.

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Quelle: Hier findet Ihr einige Infos zur Geschichte der Schrankwand bei Wikipedia.

Fotos / mit freundl. Unterstützung von MYCS

 

Lust aufs Land

Lust aufs Land

Tief in meinem Innersten schlummert diese Sehnsucht nach einer heilen Welt. Weit weg von jedem Pokemon-Hot-Spot oder aller Shopping-Areas gibt es genüsslich kauende Pferde und Kühe auf saftigen Weiden, tiefe Wälder in sattem Grün und bitte kein Lärm, der meine Tagträume stört. Warum kleben viele von uns an Technik und beteuern gleichzeitig, dass sie sich ein völlig anderes Leben wünschen? In solchen Momenten sagen wir, wenn man uns ließe, würden wir ganz ohne Zivilisation mitten in der Natur leben. Hand aufs Herz: Zum Glück lässt man uns nicht. Hab ich Recht? In Wirklichkeit möchten wir die Sahnehäubchen aus beiden Welten. Für mich darf es gerne ein Pony mit Internetanschluss sein.

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Zurzeit zwingt mich mein kleines Töchterchen dazu, eher zwischen Grünzeug zu flanieren. Ja, das macht auch im Winter Riesenspaß. Manchmal träume ich sogar davon, raus aufs Land zu ziehen. Vielleicht war es genau diese Sehnsucht, die man bei Zara feinfühlig erschnupperte. Zumindest lassen die Bilder der Herbstkampagne darauf schließen. Doch daraus ergibt sich ein Gegensatz. Wer draußen rumtobt ist nicht in der Stadt zum Shoppen. Also bringen wir ein bisschen Pferd-Wald-und-Wiesen-Gefühl in die Stadt. Ich mag eh den lässigen Bohostyle und zarte Flatterkleider unterm Wollpulli. Wem damit kalt wird, kann sich gerne eine Mütze aufsetzen. Ihr merkt also, Kleider sind auch im Winter super. Ihr braucht nur ein paar warme Accessoires dazu. Bis Weihnachten soll es überwiegend sonnig-klar bleiben. Wie schön! Die Strahlen, die durch mein großes Dachfenster kommen, bringen sogar den Staub auf meinem Computer-Monitor zum Glitzern und versetzt mich in meine Tagträume zurück.

Zara Herbstmode 2016: Kleider sind auch im Herbst und im Winter super.

Alle Bilder: Zara

 

Das Leuchten der Billanten

Das Leuchten der Billanten

Zu Schmuck hat der Mensch ein sonderbares Verhältnis: Beim einen ist es sachlich, wenn es darum geht, sein Vermögen in Gold oder Diamanten anzulegen. Beim nächsten ist es von Emotionen geprägt, wenn das Herz beim Funkeln und Glitzern anfängt zu hüpfen. Die Facetten dazwischen konnte ich bei meinen Mitmenschen bisher kaum beobachten. Es wäre praktisch, wenn sich beides besser vereinen ließe. Doch das Verhältnis zu Schmuck war schon immer ein besonderes. Denn schließlich geht es darum, Dinge am Körper zur Schau zu stellen, um vielleicht auch bei anderen Begehrlichkeiten zu wecken. Laut Definition geht es bei Schmuck um eine Verzierung oder Verschönerung des Körpers. Allem Schmuck ist gemein, dass er keine echte Funktion erfüllt. Aber wir finden uns trotzdem großartig damit. Es soll sogar Menschen geben, die sich ohne Schmuck nackt fühlen. Und kann Schmuck von Unzulänglichkeiten ablenken? In jedem Falle tut er das dann schon seit geraumer Vorzeit. Der frühe Mensch hat vielleicht bereits seinen Überbiss durch eine schicke Halskette kaschieren wollen. Dabei spielt keine Rolle, was wie womit geschmückt wurde. Überliefert ist Muschelschmuck, den man um den Hals trug. Forscher fanden auch Schneckenhäuser mit Löchern. Das könnte darauf hindeuten, dass sie ebenfalls als Anhänger getragen wurden. Knochen oder Eierschalen dienten ebenfalls als Zierde.

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In den 1920er Jahren galten Diamanten erst zur Cocktailstunde nach 20 Uhr als schicklich.

Der blasse Unscheinbare

Doch der Weg bis zum funkelnden, geschliffenen und gefassten Diamanten war noch weit. Erst in der Antike begann man überhaupt aus Edelmetallen filigrane Kleinode zu schaffen. Damals gelang es den ersten Handwerkern Edelsteine zu fassen. Wer sich Schmuck aus dem Mittelalter ansehen möchte, sollte den bekannten Domschatzkammern der alten kirchlichen Bistümer einen Besuch abstatten. Hier sind die Schätze des Mittelalters, denn zum Lobe Gottes nutze man damals nur die wertvollsten Materialien. Wer sich im Mittelalter gefasste Edelsteine anschaut, kann einen fast kindlich anmutenden Gestaltungswillen darin erkennen. Damals schliff man vor allem bunte Steine in meist runde Form und verzierte Kronen oder Holzkästchen in vielfarbigen Mustern. Niemand ahnte damals, dass erst der Schliff in Ecken und Kanten, den Zauber der Edelsteine zum Leben erwecken kann. Denn die Lichtbrechung ist ihr Geheimnis. Solange ein Diamant in der tiefen Erde ruht, ist er unscheinbar. Da seine Farbe nur in Grautönen erscheint, beachtete ihn kaum jemand im Mittelalter. Diamanten hatten kaum Wert, weil sie nicht bunt waren.

Das Geheimnis der Lichtbrechung

Vermutlich hat ein experimentierfreudiger Edelsteinschleifer dem ersten Diamanten im 14. Jahrhundert zu seinem Glanz verholfen mit einem kuppelförmigen Rosenschliff. Erst jetzt wurde die hohe Lichtbrechung dieses besonderen Edelsteins sichtbar. Die noch flache Unterseite wurde mit reflektierendem Silber unterlegt. Im 17. Jahrhundert erfand man die Schleiftechnik, die nötig war, um die Unterseite kegelförmig zu gestalten. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam der berühmte Brillantschliff auf. Dieser perfekte Schliff lässt den Stein von oben fast rund erscheinen. Seitlich ist eine gleichförmige Wölbung und ein Kegel unten zu sehen. Jede einzelne Facette besitzt nach außen eine glatte, völlig ebene Oberfläche. Dank dieser in verschiedenen Winkeln zueinander stehenden Flächen wird die Reflektion innerhalb des Steins erhöht. Man könnte sich einen Brillanten wie einen Billardtisch vorstellen, auf dem die Kugel extrem oft von Wand zu Wand prallt, ohne erneut angeschoben werden zu müssen. Dieser Umstand lässt einen Diamanten leuchten und schmückt uns besonders schön. Mir gefallen Diamanten in jeder Größe, selbst die klitzekleinen können bereits eine enorme Leuchtkraft entwickeln. Deswegen ist bei einem geschliffenen Diamanten neben seiner Größe vor allem Reinheitsgrad und Farbe für seinen Wert ausschlaggebend. Die genauen Qualitätsmerkmale und die Größen, die beim Vergleich von Diamanten eine Rolle spielen, stellt 77 Diamonds übersichtlich dar. Die Form des Schliffes spielt für den eigenen Geschmack und Funktion des Diamanten eine Rolle. Daneben ist die Carat-Zahl eine wichtige Größe. Reinheitsgrad und Farbe werden ebenfalls in international einheitlichen Codes dargestellt. Letztendlich spielt neben dem Vergleich auch eine Rolle, an welchen Stein man sein Herz verliert.