Wer bloggt, wird wahrscheinlich eines Tages in den Genuss von Cyber-Mobbing kommen. Dabei handelt es sich um Pöbeleien via Kommentarfunktion, die inhaltlich weit entfernt von jeder konstruktiven Kritik sind. Modebloggerinnen und Modeblogger, die zum Beispiel Fotos von sich posten, sind dem besonders ausgeliefert. Pauschalurteile wie „Du bist hässlich“ oder „Du schreibst langweilig“ kommen als harmlose freie Meinungsäußerung daher, haben aber eigentlich zum Ziel, Blogger auf persönlicher Ebene zu verletzen. Es macht mir keinen Spaß, anderen dabei zuzusehen, wie sie ihr Selbstbewusstsein durch Niedermachen guter Blogger stärken wollen. Wer vielleicht selbst keine großen Lesermassen mit seinem Blog anzieht, muss die Gründe hierfür in seiner eigenen Arbeit suchen. Cyber-Mobbing ist keine Lösung zum Beseitigen persönlicher Schwächen. Ich fände es sehr schade, wenn sich Blogger dadurch abschrecken ließen und unter Umständen sogar das Schreiben aufgeben.

Um Internet-Mobbingopfer zu stärken, hat Emily die Website Blogger against Mobbing gestartet. Danke an Les Mads für den Hinweis. Bei Les Mads findet Ihr eine spannende Diskussion zum Thema.