Zurzeit bestimmt die pure Farbe die meisten Oberflächen. Höchstens die üblichen Riesenblumen verirren sich auf manches Outfit von Leuten, die meinen, ihrer Figur täten nur Großes und Schrilles gut. Bei Stine Goya findet sich in der Sommerkollektion 2013 das Harklekinmuster und zwar unter anderem wie hier von Kopf bis Fuß. Die Strumpfhose passt exakt zum Kleid. Ich bin schon lange Fan der Commedia Dell’arte, einer Theaterform, die mit festen Charakteren und Improvisation arbeitet. Die Ursprünge des Harlekin, einer Figur aus der Commdeia Dell’arte, gehen wahrscheinlich bis ins 12. Jahrhundert zurück. Und das typische Rhombenmuster hat sich womöglich aus einem Flickenkostüm entwickelt, in dem der frühe Harlekin auftrat. Bei Stine Goya gibt es Variationen des Musters auch auf anderen Outfits wie hier bei diesem Pullover.

Fotos: Stine Goya, Sommer 2013