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In öffentlichen Verkehrsmitteln setzen die meisten Passagiere ihr neutrales Bus- und Bahngesicht auf. Es besteht aus angestrengtem Desinteresse und Neutralität. Dahinter versteckt sich meist Langeweile und daraus resultierende Neugierde. Ich liebe es, wie den Mitfahrern von Menja Stevenson die Gesichtszüge entgleisen, wenn sich die Künstlerin neben sie in den Gang stellt oder sich zu ihnen setzt. Menja trägt Mode, die exakt aus dem gleichen Stoff wie die Polster im Bus bestehen, in dem sie gerade fährt. Kostüm, Kleid oder Mantel haben den selben Flor, der sich so praktisch sauber halten lässt samt Graffiti resistentem Muster. Einfache Idee mit großer Wirkung. Die Filme könnt Ihr auf Menjas Website bewundern.

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Kleid kombiniert mit roten Schuhen.

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Camouflage neben Entwerter und Haltestange.

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Harmloses Busfahren wird hier zur Kunstaktion.

Menja Stevenson hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Kunst und Intermediales Gestalten studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Fotos: Menja Stevenson

Idee via Geschnackvoll