von Patricia | Mittwoch, 13. August 2014 | Lifestyle & Kultur
Lauren Bacall ist gestorben
Ist es wirklich leichter, sich eine Million zu erheiraten, als sie zu erarbeiten? Wer sich den Film Wie angelt man sich einen Millionär? ansieht, könnte daran zweifeln. Die Männer, die Pola, Tütü und Tschicki für viel Geld in Kauf nehmen müssten, sind alles andere als leicht zu handhaben. Wie ihr Filmcharakter Tschicki, trat Lauren Bacall vor ihrer Hollywoodkarriere als Model auf. Kaum jemand konnte Tierprint so stilvoll tragen wie sie. Aktuell defilieren Leoparden- oder Tigermuster wieder über die roten Teppiche und sehen dabei aus, als kämen sie für einen Euro vom Wühltisch. Alles andere als billig wirkt dagegen der Look von Lauren Bacall. Was macht sie anders? Sie vertraut ganz dem Alleinstellungsmerkmal Zebrastreifen. Dazu gibt es kein auffälliges Make-up, keinen großen Schmuck, sondern dezent gescheiteltes Haar und hochgeschlossenen Ausschnitt. Selbst mit Highheels wäre ich vorsichtig.
Die stilvolle Lauren Bacall ist gestern in New York gestorben. Lauren Bacall war eine der großen Hollywood-Diven, die den Umgang mit Mode bis ins hohe Alter souverän beherrscht hat.
Portrait of American actress Lauren Bacall (born Betty Joan Perske), 1940s. She wears a zebra-stripe print blouse and poses in front of a bamboo curtain. (Photo by Transcendental Graphics/Getty Images)
von Patricia | Dienstag, 12. August 2014 | Lifestyle & Kultur
Mit einem O’Captain my Captain verabschieden wir uns …
von Patricia | Dienstag, 12. August 2014 | Link-Tipp

Lindsey Wixon ist für ihre weit auseinanderstehenden Vorderzähne bekannt. Doch das September-Issue der russischen Vogue kommt ohne die starken Beißerchen gut zurecht. Visueller Schwerpunkt liegt beim Magazincover auf dem dunklen Bob, den das sonst eher zu blonder Langmähne tendierende Model trägt. Die Frisur ersetzt den Buchstaben G im Titel. Zum strengen Outfit in karietem Gehrock, Stiefeln und Lederhose trägt Lindsey ihr puppenhaftes Lächeln. Mütterchen Russland wäre auch gerne unschuldig. Deswegen lenkt Fotograf Alexi Lubomirski den Blick auf Geschichte und Kultur des Landes – weg von aktuellen gesellschaftlichen und politischen Problemen. Das Land hat viel Wunderbares zu bieten. Allerdings nimmt dieses bewusste Wegsehen viele kreative Möglichkeiten und damit – sorry fürs Wortspiel – verliert die Fotostrecke jeden Biss: Weitere Bilder aus der September-Vogue gibt es hier bei A Stairway to Fashion.
von Patricia | Freitag, 8. August 2014 | Link-Tipp
Mit „Mine“ hat das Kreativ-Duo Tell No One einen wunderschönen Kurzfilm erschaffen. Das Londoner Sadler’s Wells Theater tanzt in Mode von Louis Vuitton, Kenzo, La Perla, Maison Martin Margiela und Bottega Veneta. So wie die Kleidungsstücke von Tänzer zu Tänzer wandern können die Kleider, Blusen oder Hemden auch zu Euch gelangen. Jedes Teil im Film kan man anklicken. Um die vituellen Möglichkeiten des Shoppings auszuprobieren, solltet Ihr hier die Website Nowness besuchen.
„Mine“ by Tell No One – Full shoppable version on NOWNESS from NOWNESS on Vimeo.
von Patricia | Donnerstag, 7. August 2014 | Mode
Rückblick Copenhagen Fashion Week: Designer’s Remix

Einen Hang zum Fetsch mag ich dem dänischen Label Designer’s Remix nicht vorwerfen. Ihr Schwestern-Look für 2015 kam auf der Copenhagen Fashion Week klinisch rein daher – fast unschuldig. Mich erinnert der Look an die selbstlosen Helferinnen im Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren. Lässt man das weiße Kopftuch weg, werden die Stücke einzeln für sich betrachtet zu klassisch puristischen Kleidungsstücken. So liebe ich es – aber besser ohne die Handschuhe wie auf den unteren Bildern. In Kombination mit dem für Vertrauen werbenden Blick und den rosigen Wangen machen sie mir fast Angst.

Krankenhaus, vermutlich während des 1. Weltkrieges. Quelle: Herkunft unbekannt, gescannt von Johannes M. Ackner.

Mutiges Top: Es besteht nur aus einem breiten Stoffstreifen in Wickeloptik. Doch wofür sind die großen Gummihandschuhe?

Ich will es gar nicht wissen! Da hilft auch kein romantisches Rüschentop.
Fotos: Copenhagen Fashion Week, August 2014 / Designer’s Remix – Schwarz-Weiß-Aufnahme siehe Untertitel.