Jean-Auguste-Dominique Ingre war für mich in der Schulzeit der uncoole Streber, der brav naturgetreu malte, während es bei den Impressionisten bereis wild zuging. Doch als ganz kleines Kind hatte ich ihn gemocht und jetzt beginne ich seine Kunst wieder zu entdecken. Seine Malweise ist akademisch, adrett und passgenau. Lassen wir außer acht, dass Ingres Naturalismus von der Fotografie überholt wurde. Wie kam er auf die Idee, sich so wie auf diesem Bild mit dem Thema Badezimmer zu beschäftigen? Mit einer fast bildfüllenden Rückenansicht. Dass im Hintergrund gerade Wasser in die Wanne läuft, ist eben noch zu erkennen. Und so winzig der Wasserhahn ist, er liefert doch die Begründung dafür, eine nackte Frau abzubilden. Die Intimität des Badezimmers ist heute kein Thema in der Kunst – zu persönlich und kein bisschen politisch. Mit Bildern von Badenden revolutionierte man damals schon nicht mehr die Welt. Aber ich finde Ingres Blick ins Badezimmer schön, weil ich mich in die Perspektive der abgebildeten Frau versetzen kann und seufzend darauf warte, bis das Wasser eingelaufen ist. Dann setze ich mich ins wunderbar duftende Warmwasser und lasse den Schaum fliegen. In solchen Momenten geht es auch ohne Revolutionen.
Ihr wisst ja, ich bin weniger die Königin der Outfit-Postings. Aber das hier ist für eine gute Sache: Every Mother Counts wurde von Supermodel Christy Turlington gegründet. Die Non-Profit-Oragnisation unterstützt werdende Mütter. „Alle zwei Minuten stirbt eine Frau an Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt.“ Passend zur Kampagne gibt es super T-Shirts – zum Beispiel von Esprit. Danke an die liebe Freundin, die mir eines geschenkt hat.
Hier sind einige Ideen fürs ausgiebige Geplansche in der Badewanne und für die Pflege danach. Zum Beispiel wären da die Bade-Donuts. Sie sind nicht zum Reinbeißen gedacht und liefern stattdessen fruchtigen Duft fürs Badewasser. Außerdem gibt es weitere Süßigkeiten, die ebenfalls nur nach Essbarem aussehen: Badekugeln verkleidet als Konfekt oder Badeschokolade. Hübsch sind auch Minni Mouse oder Snoopy als Badeschaumflasche. Luxus versprechen Badezusätze von Guerlain oder Ferragamo. Auch Gesunde Duftnoten – in diesem Fall sind es Honig oder Ingwer-Badeschaum – habe ich für Euch gefunden. Ich denke, der Schaum wird auch gehobenen Ansprüchen gerecht und es lässt sich darin ganz entspannt versinken. Anschließend eine feine Creme und Ihr fühlt Euch wie neu geboren.
„Unter den ganzen Lagen, lagert da was drunter, Oder lagern darunter nur andere Lagen, Kuckuck, ist da jemand da?“ Es klingt wunderschön, was Sängerin Balbina der Welt mitteilt. So habe ich tatsächlich noch niemanden von Anziehsachen sprechen oder singen gehört. Balbina betreibt mit zwei Freundinnen sogar ein kleines Modelabel „das üb“. Ihr neues Album, „Über das Grübeln“ kommt jetzt heraus. „Ich zähl‘ die Polkadots auf meinem Glockenrock“ heißt es in einem anderen Lied. Ich wünsche Euch viel Zeit an diesem langen Wochenende fürs Punkte-Zählen oder Welten-Retten und was Ihr sonst noch so vorhabt. Unten oder nach dem Klick gibt es die Musik von Balbina zu hören und zu sehen.
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit galten Küche und Bad als Nebenschauplätze. Doch meiner Meinung nach könnte das Wohnzimmer gerne ein paar Quadratmeter abtreten. Denn es lohnt sich, ein Zeremoniell wie die Körperpflege in passendem Umfeld abzuhalten. Ein Badezimmer verdient ebensoviel Beachtung. Wie in einem kleinen Privat-Spa kann man in diesen schicken Bädern Ruhe tanken und sich hübsch machen. Hier sind ein paar Vorschläge, die aus Eurem Bad einen kleinen Salon machen, in den ihr Euch gerne für längere Zeit zurückzieht. Fotos gibt es nach dem Klick oder unten.
Solch ein Waschbeckenschrank aus lackiertem Holz ist ein richtiges Möbelstück und macht das Händewaschen gemütlicher. Nur einmal in meinem Leben habe ich in solch einer Badewanne auf Löwenfüßen gebadet. Sie gehörte Luella und Kermit – ihr Haus stand in einem Örtchen inmitten von Maisfeldern im Nirgendwo von Wisconsin. Und selbstverständlich darf im Wohnzimmer-Bad eine Tapete nicht fehlen. Hier ist sie mit Störchen bedruckt.
Die moderne Variante: Weiß ist die klassische Farbe fürs Bad. Hier zeigt sie sich in Kombination mit dunklem Holz. Solche Details wie eine sichtbare Maserung überraschen in einem Bad. Normalerweise erwarten wir diese Materialien eher im Wohnzimmer.
Es lebe die Romantik. Hier ist der Duschvorhang mit Troddeln drapiert, so wie wir es von schweren Vorhängen gewohnt sich. Selbst ein Holzfußboden wird mit entsprechender Lackierung und flauschigem Fußhandtuch badtauglich. Lampen und große Fenster verwandeln das Bad in einen Wohnraum. Kerzen sind neben der Badewanne ein Inbegriff von Romantik. Doch stellt sie bitte weit weit weg von Euren Deosprays und Parfümzerstäubern auf.
Kaum jemand kommt auf die Idee, Bilder im Bad aufzuhängen. Dabei macht sich ein Kandinsky oder van Gogh auch über der Badewanne sehr gut. Es darf auch gerne eine gute Kopie berühmter Kunst sein. Niemand möchte, dass Euer Rembrandt durch die Feuchtigkeit Wellen schlägt. Ein Bilderrahmen mit Glasfläche schützt bei allzu lang dauernden Schaumbädern.
Dunkles Holz anstelle von Fliesen: Auch für die Wandverkleidung gibt es Alternativen, die mehr Geborgenheit versprechen.
Wer Platz hat, kann sich Möbel ins Badezimmer stellen. Hier zum Beispiel ein Bett. Da reicht ein Hechtsprung von der Badewanne aus, um sich für ein Nickerchen hinzulegen. Aber auch Sofas oder gemütliche Sessel laden zum Entspannen zwischen Waschbecken und Dusche ein.
Ein Waschbecken muss nicht aussehen wie ein Waschbecken. Dieses hier steht auf schlanken Holzbeinen und macht den Eindruck, man könne es leicht hochheben und mitnehmen.
Überrascht Euch und andere mit einer neuen Perspektive auf einen verkannten Raum. Damit lernt ihr ungenutztes Potential Eures Zuhauses zu nutzen. Ideen fürs Badezimmer findet Ihr bei Homify. Lasst Euch inspirieren.
Fotos via / mit freundlicher Unterstützung: Homify.de
Ich bin Patricia Guzman. Seit 2008 blogge ich und hab mich bereits davor den Kiosk rauf und runter geschrieben. Lifestyle Bunny ist mein privates Blog über Mode, Lifestyle-Kultur und Einrichtung. Ich liebe schöne Dinge, die ich aber nicht unbedingt selbst besitzen muss. Ich bin keine Shopping-Queen, sondern finde das bewusstem Erleben von Design spannend und hoffe, Euch dafür begeistern zu können. Herzlich Willkommen.