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Stille Orte: Im Bade

Von am 07 Mai 2015 in Lifestyle & Kultur, Persönlich | Keine Kommentare

Jean-Auguste-Dominique Ingre war für mich in der Schulzeit der uncoole Streber, der brav naturgetreu malte, während es bei den Impressionisten bereis wild zuging. Doch als ganz kleines Kind hatte ich ihn gemocht und jetzt beginne ich seine Kunst wieder zu entdecken. Seine Malweise ist akademisch, adrett und passgenau. Lassen wir außer acht, dass Ingres Naturalismus von der Fotografie überholt wurde. Wie kam er auf die Idee, sich so wie auf diesem Bild mit dem Thema Badezimmer zu beschäftigen? Mit einer fast bildfüllenden Rückenansicht. Dass im Hintergrund gerade Wasser in die Wanne läuft, ist eben noch zu erkennen. Und so winzig der Wasserhahn ist, er liefert doch die Begründung dafür, eine nackte Frau abzubilden. Die Intimität des Badezimmers ist heute kein Thema in der Kunst – zu persönlich und kein bisschen politisch. Mit Bildern von Badenden revolutionierte man damals schon...

Outfit: für den Muttertag

Von am 05 Mai 2015 in Link-Tipp, Persönlich | Keine Kommentare

Ihr wisst ja, ich bin weniger die Königin der Outfit-Postings. Aber das hier ist für eine gute Sache: Every Mother Counts wurde von Supermodel Christy Turlington gegründet. Die Non-Profit-Oragnisation unterstützt werdende Mütter. “Alle zwei Minuten stirbt eine Frau an Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt.” Passend zur Kampagne gibt es super T-Shirts – zum Beispiel von Esprit. Danke an die liebe Freundin, die mir eines geschenkt hat. Foto: Lifestyle Bunny / Patricia...

Ready to Rumble

Von am 20 März 2015 in Persönlich | Keine Kommentare

… jetzt muss nur noch jemand die Wolken zur Seite schieben.

Urlaub beim Discounter

Von am 03 März 2015 in Persönlich, Reisen | Keine Kommentare

Schon im gestrigen Posting habe ich von meiner Sehnsucht nach Sonne und Strand geschrieben. Zurzeit muss ich mich mit anderer Strategie über den Winter hinwegtrösten. Der Gang in den Supermark kann die ersehnte Urlaubsreise auf die Malediven oder nach Kapstadt ersetzen. Denn wie wunderbar, dass Hersteller ihren Produkten viel versprechende Namen geben wie Alpenmilch, Manhattan-Eiscreme, oder Colorado-Fruchtgummis. So ist für mich das Wandern zwischen Putzmitteln, Fertiggerichten, Raumsprays und Dosenfutter eine wahre Weltreise. Es war wohl die Sehnsucht nach der Ferne, die mich bei Aldi zum Spülmittel Ocean Breeze greifen ließ. Dafür ließ ich meinen Lieblingsduft Lemmon stehen. Die große Flasche war angefüllt von unendlichem Blau. Mit verschleiertem Blick, den Meeresduft schon gedanklich in meiner Nase, schwebte ich zur Supermarktkasse. Wie immer, war ich nicht allein, aber vor lauter...

Au revoir, Prinzessin

Von am 19 Februar 2015 in Persönlich | Keine Kommentare

Was ist uns von Karneval geblieben? Ein paar zerdrückte Kamelle und ein zu voller Bauch? Womöglich die Sehnsucht, jemand ganz anderes sein zu können? Vor einigen Tagen tauchte in einem der zahlreichen Foren, die ich im Internet durchstöber, die Frage auf: Wer würdet Ihr gerne sein, wenn Ihr frei wählen könntet? Aus Kindern würde es sofort heraussprudeln: Astronaut, Prinzessin, Clown, Polizistin… Selbstverständlich kamen in genanntem Forum aber nur zahlreiche Erwachsene zu Wort und äußerten sich gesellschaftlich konform: Ich möchte nur ich selbst sein. Wie langweilig! Denn in Wahrheit wollen wir gar nicht wir selbst sein. Ich zumindest nicht. Die meisten haben sich in ihrem bereits mehrere Jahrzehnte andauernden Leben mit ihrem Ich irgendwie arrangiert. Ich liebe mich selbst, keine Frage. Aber dürfte ich frei wählen, würde ich mir eine optimierte Form meiner selbst aussuchen. Das...

Bin ich verrückt?

Von am 29 Januar 2015 in Persönlich, Reisen | Keine Kommentare

Bald darf ich raus in die weite Welt. In den kommenden Tagen werde ich wegfahren, für meinen Job. Männer würden das ganze Dienstreise nennen. Für mich sind es zunächst fünf entspannende Stunden im ICE. Dort bin ich gezwungen nichts zu tun. Weder lassen sie mich die Zugfenster putzen, noch schleppe ich einen Laptop um virtuell fleißig zu sein.  Stattdessen werde ich jeden an meinem Zugfenster vorbeihuschenden Baum hinter hergucken und zwischendurch in meinem analogen Buch blättern oder ein Nickerchen machen. Aber vielleicht wird tief in mir drin eine Ahnung nagen – die Ahnung, dass ich den Haushalt doch nicht so perfekt hinterlassen habe, wie ich es selbst von mir verlange. Mein Problem: Bis es soweit ist und ich im Zug sitze, läuft der häusliche Countdown ab. Ich schrubbe und poliere, kaufe ein und schmeiß die Waschmaschine an. Schließlich weiß man nicht, ob in den zwei Tagen,...