Davy Jones Kostüm zum Selbermachen

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Zugegeben, diese Anleitung zum Selbermachen eines Davy Jones Kostüms ist nichts, was sich in aller schnelle noch vor Halloween zaubern lässt. Alex hat hierfür über zwei Wochen gebraucht und etwa 100 Dollar ausgegeben. Unterschiedlichste Materialien kamen dabei zum Einsatz.

Zunächst arbeitete er die Maske in Ton auf einen Styroporkopf auf und überzog diesen mit Silikon – einem Material, mit dem es sich meiner Meinung nach gut arbeiten lässt. Mit dem vorgefertigten Styroporkopf müsste es am einfachsten gehen. An vielen Theatern wird für Masken ein Gipsabdruck des späteren Trägers genommen, aber das finde ich zu kompliziert.

Beim Kostümschneidern seht Ihr Alex mit einer Heißklebepistole arbeiten, dem besten Freund aller Nähmuffel. Falls sich bei der Halloweenparty einige Teile des Kostüms lösen sollten, ist die Heißklebepistole schnell zur Hand. Der Bau der Scherenhände stelle ich mir mit am aufwendigsten vor, weil es sich hierbei um bewegliche Teile handelt. Am besten, Ihr besorgt Euch ein gutes Bild der Originalfigur aus dem Film Fluch der Karibik, fertigt eine Lebensgroße Zeichnung an, geht Material-Shoppen und verkriecht Euch für zwei Wochen in Eurem Hobbykeller.

Anschließend seid Ihr der Star auf jeder Party. Mit dem Kostüm der zarten Elizabeth Swann habt Ihr es durchaus leichter. Nur die Konkurrenz an weiteren Seeräuberbräuten dürfte ungleich größer sein.

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Barbara Panther: Empire

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Intensiv und ein wenig unheimlich: Auf dieses Video habe ich gewartet. Ihr Sound war mir bereits bekannt. Barbara Panther hat bereits einige Songs herausgebracht, wobei mir dieser hier besonders gefällt. Zwar lebt sie im weniger exotischen Berlin, scheint uns aber in ihren Songs zu entschweben. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Ich bin unterwegs und werde kommende Woche davon berichten.

Not in Fashion

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Events, Lifestyle & Kultur

Wie bei Julia Stelzner bereits zu lesen war, hat am vergangenen Wochenende (25.09.2010) die Ausstellung Not in Fashion im Museum für moderne Kunst in Frankfurt am Main eröffnet. Gezeigt werden Modefotos der 90er Jahre, sozusagen der Prä-Digitalfotoära. Zu sehen sind Werke von Jürgen Teller, Wolfgang Tillmanns, der vor kurzem gestorbenen Corinne Day und anderen. Meist handelt es sich um eigentümliche Bilder, die den Modezirkus in einem merkwürdig schattigen und manchmal sogar unvorteilhaften Augenblick zeigen. Gerade Corinne Day galt mit ihrer Neuentdeckung Kate Moss als Schöpferin des Heroin-Chics. Mit ihm hielten die besonders dünnen Models Einzug in die Modewelt.

Ausstellung Not in Fashion, Mode und Fotografie der 90er Jahre / 25. September 2010 bis 9. Januar 2011 / Museum für moderne Kunst, Domstraße, Frankfurt-Main / Öffnungszeiten: Di und Do bis So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr, Mo geschlossen / Eintritt: 8 Euro, red. 4 Euro.

Weitere Infos auf der Website zur Ausstellung Not in Fashion

Foto: Corinne Day, Kate Moss, Sommer of Love, 1990

Dirndl-Zeit

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Dirndl als Party-Outfit

Wenn in München Einheimische und Touristinnen Jeans oder Hosenanzug gegen Dirndl eintauschen, naht das Oktoberfest. Wer sich mit Tracht ganz besonders dem ländlichen Leben verbunden fühlt, den muss ich leider enttäuschen. Wie bei Wikipedia nachzulesen ist, hat das Dirndl seine Geburt nicht auf der Alm zwischen glücklichen Kälbchen und Enzian erlebt, sondern fand seinen Ursprung in der Stadt.

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts empfanden es Städterinnen besonders ursprünglich, im Dirndl aufs Land zu fahren. So ausgerüstet gab man sich damals der “Sommerfrische” hin. Die Motive haben sich nicht geändert und der Wechsel vom Alltags- zum Festtagsoutfit wird bis heute vollzogen. Ab 18. September 2010 werden alle Dirndl ans Tageslicht geholt, die das ganze Jahr über im dunklen Schrank auf ihren Einsatz gewartet haben.

Foto: Patricia Guzman / Lifestyle Bunny

Sergej Prokudin-Gorski

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Ein Fotograf auf Reisen

Worum ich den Emir von Bukhara, Alim Kahn beneide? Um den Stoff, aus dem sein Mantel gearbeitet ist. 1911 entstand das Foto von ihm in Zentralasien. Damals schon hat der russische Fotograf Sergej Prokudin-Gorski in Farbe fotografiert. Die Technik macht sichtbar, wie aufwendig Stoffe und Mode zu Beginn des 20. Jahrhunderts sein konnten. Zu einer Zeit, in der Medien noch nicht dafür sorgten, dass sich Menschen von Tokio bis New York gleich kleideten, reiste Sergej Prokudin-Gorski durchs Russische Reich und andere Länder und fotografierte Menschen in Tracht, Arbeitskleidung oder aktueller Mode. Weitere Fotos gibt es unten nach dem Klick …

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Mario Testino fürs V Magazine

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Fotos fürs New York Issue

Mario Testino hat das Cover für die September-Ausgabe 2010 des V Magazine fotografiert. Und weil das so viel Spaß macht, hat Testino gleich mehrere Cover mit seiner Arbeit verzieren dürfen. Neben dem großen V tummeln sich oben Lady Gaga als Freiheitsstatue und Marc Jacobs. Unten seht Ihr im Stil der Pietà Künstlerin Marina Abramović und Tyson Ballou. Damit hat sich Testino an so großen Vorbildern wie Michelangelo versucht. Als Pietà versteht man eine Darstellungsform aus der Kunst, die trauernde Maria mit dem Leichnam Jesu im Arm. Die Verpoppung religiöser Elemente hat in der Modefotografie mittlerweile Tradition. (Hier könnt Ihr einen Blick auf Michelangelos Pietà aus dem 16. Jahrhundert werfen.) Um zu überraschen, ist uns das Motiv der Pietà bereits zu oft in Hochglanzmagazinen und auf Werbeplakaten begegnet.

Performance

Die Person hinter Testinos Maria ist spannender: Marina Abramović kennen wir von  ihren Performances, in denen sie die eigene Person zum Kunstobjekt macht und dabei oft rücksichtslos bis an die Grenzen des menschlich Möglichen geht. 721 Stunden saß Marina im New Yorker Museum of Modern Art an einem Tisch und starrte jeden Besucher an, der ihr gegenüber Platz nahm. Ein anderes Mal hielt Marina sich zwölf Tage lang vor den Augen des Publikums in einer Galerie auf, trank nur Mineralwasser und verzichtete völlig aufs Essen, Sprechen, Schreiben oder Lesen. Testino schöpft mit seiner Kunst Kraft aus den starken Persönlichkeiten, die er darstellt. Wie große Collagen sind die Cover gestaltet und ihre Geschichte wird erst auf den zweiten Blick sichtbar. Die September-Ausgabe des V Magazines widmet sich der Kunst- und Kulturszene New Yorks und das Cover passt gut zu einer Stadt, die als High-Speed-Metropole bekannt ist. Warum? Nun, nichts funktioniert in der Kunst schneller als die Collage: Ausschneiden, aufkleben, fertig.

Gabriel Dishaw: Junk Art

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur, Schuhe

Gabriel Dishaw zeigt Vintage Look auf eine völlig neue Weise. Der Künstler fertigt Objekte aus Müll und liebt anscheinend besonders Sneaker. Seine Treter sind aus alten Computerbauteilen, Schrauben und anderem. Das Laufen darin dürfte nicht ganz so komfortabel sein, aber darauf kann ich gut verzichten. Allein das Ansehen lässt das Herz jedes Sneaker-Fans höher schlagen.

Foto: Gabriel Dishaw

Idee via Feingut

The Story of Cosmetics

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Wisst Ihr, womit Ihr Euch täglich eincremt, besprüht, shampooniert, bepinselt, badet oder was auch immer? In Zukunft werde ich bestimmt nicht auf Anti-Falten-Creme verzichten und dafür Hängebacken in Kauf nehmen. Aber ich werde Kosmetik bewusster einsetzen und ab und an einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Im Gegensatz zu den USA gibt es in Europa Richtlinien für die Zusammensetzung kosmetischer Produkte. Ich musste nur beim Sehen dieses Films feststellen, dass ich selbst von Cremes oder Shampoos, die ich seit Jahren benutze, nicht die Inhaltsstoffe kenne. Neben der Industrie sind wir Verbraucher gefordert, aufmerksamer zu sein.

Via F!XMBR

Italienische Vogue: Mode und Gesellschaftskritik

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur, Link-Tipp

Steven Meisels Fotoserie für die italienische Vogue

Mode kann mehr als hübsch aussehen, doch wie lässt sich eine gesellschaftskritische Komponente einbringen, ohne geschmacklos zu werden? Die italienische Vogue ist als risikofreudig bekannt und wagt sich mit einer Fotostrecke in der Ausgabe von August 2010 ans Thema Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Steven Meisel fotografierte mit Öl beschmierte Models am Strand. Das ist mehr als ein Fingerzeig und kommt so subtil wie ein Bulldozer daher. Die Bilderserie dokumentiert einen Ist-Zustand, den uns Fotos mit leidenden Tieren mehr ins Bewusstsein rücken können, als ein menschliches Model, das nach dem Shooting einfach unter der Dusche verschwindet.

So schön kann Ölpest sein

Wer sich künstlerisch mit dem Thema Umweltkatstrophe auseinandersetzt, muss dies auf eine andere Ebene übertragen, um neue Sichtweisen aufzeigen zu können. Einfach Tiere durch Menschen zu ersetzen funktioniert auf den Bildern von Steven Meisel nur eingeschränkt. Der Fotograf traut sich nicht, die Hässlichkeit einer Ölpest zu zeigen, sondern ästhetisiert. Gefährlich, denn der ein oder andere könnte beim Anblick der Bilder feststellen, dass ein bisschen Öl sogar nett aussehen kann. Trotzdem haben uns der Fotograf und die italienische Vogue das Thema wieder bewusst gemacht und zeigen, dass sich die Modeszene mehr in aktuelle Themen einbringen sollte. Deswegen finde ich solche Versuche trotz allem lobenswert.

Der Spiegel zum Thema Vogue-Fotoserie zur Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko

Die Fotserie Water and Oil von Steven Meisel

Foto: Cover der italienischen Vogue, Ausgabe August 2010

Menschen zweier Jahrhunderte

Posted by: Patricia  :  Kategorie: Lifestyle & Kultur

Was verändert sich und was bleibt gleich?

Unter der Überschrift “Menschen des 21. Jahrhunderts” zeigt Blogger Gunnar Hämmerle Streetstylefotografie im Düsseldorfer NRW Forum und zitiert damit den Fotografen August Sander (1876 bis 1964). Seine in den 1920er Jahren entstandene Bilderserie trug den ähnlichen Titel “Menschen des 20. Jahrhunderts”, ihr ist eine Ausstellung im Luxemburger Centre National de l’Audiovisuel gewidmet. Auf den ersten Blick sind die Bilder der Fotografen verschieden. Dass fast zeitgleich beiden Ausstellungen gewidmet sind, ist der Grund, mich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen Sanders Sachlichkeit und moderner Modeblogfotografie zu machen.

Darstellung des Alltäglichen der 1920er

August Sander war in den 1920ern der Mitbegründer einer neuen Stilrichtung, der sachlichen Darstellung, genannt “Neue Sachlichkeit”. Hatten sich bis dahin oft wohlhabende Leute im Studio in aufwendiger Robe porträtieren lassen, war auf Sanders Bildern ein Querschnitt der Bevölkerung zu sehen: modebewusste Frauen, Arbeiter beim Schleppen von Ziegeln oder blinde Kinder, auf einer Parkbank beim Lernen. Der Fotograf zeigte Menschen in ihrer typischen Kleidung und in ihrer alltäglichen Umgebung. Dabei verzichtete Sander nicht völlig auf Inszenierung blieb aber in seiner Darstellung neutral und ließ seinen Modellen viel Raum für individuelle Eigenwilligkeit.

Jagd auf modische Marotten

Gerade Letzteres zieht Streetstyleblogger besonders an. Sie sind auf der Suche nach Außergewöhnlichem. Gunnar Hämmerle spricht auf der Straße auffällig gekleidete Menschen an, um sie für seinen Blog Styleclicker zu fotografieren. Seine Porträts legen den Wunsch der Dargestellten offen, keiner Bevölkerungsgruppe zuordenbar zu sein. Große Gemeinsamkeit moderner Streetstyleblogger und August Sanders ist der Ort der Inszenierung, die Straße. Hier verlassen sich Gunnar Hämmerle und seine Kollegen auf den Zufall, der ihnen spannende Motive verschafft oder auch nicht. Im Gegensatz dazu ging Sander bei seiner Arbeit methodisch vor. Fast mutet die Auswahl seiner Modelle an wie die Arbeit eines Statistikers, weil er seine Mitmenschen in Berufs- und Bevölkerungsgruppen einteilte und daraus exemplarisch Beispiele zeigte. Anspruch Sanders war, zu dokumentieren und nicht zu werten, was sich auch in der stilistischen Umsetzung seiner Bilder zeigte.

Sachlichkeit bei der Begegnung mit anderen

Mit derselben Wertfreiheit blicken Streetstyleblogger auf modische Marotten ihrer Porträtierten. Oft mit der Gefahr, sich lächerlich zu machen, zeigen die Modelle erstaunliche Experimentierfreude. Vielleicht hätten wir hinter dem Rücken des jungen Mannes über seine Legokette gelacht, ein dokumentarisches Foto schafft Distanz und lässt uns neutraler und offener ihm gegenübertreten. In diesem Sinne greift moderne Streetstylefotografie die “Neue Sachlichkeit” von August Sander und seinen Zeitgenossen auf und setzt sie fort. Genauso wie Sander, rückt Gunnar Hämmerle Menschen in den Fokus, zu denen wir vielleicht keinen Kontakt gesucht hätten, und weist uns auf ihre Besonderheit hin.

Ausstellungen

Wer beide Ausstellungen besuchen möchte, sollte reiselustig sein:

August Sander – Ikonen aus dem Porträtwerk

29. Juni bis 26. September 2010 im Centre National de l’Audiovisuel in Luxemburg

Styleklicker City – Menschen des 21. Jahrhunderts

25. Juli bis nur noch 8. August 2010 im NRW Forum in Düsseldorf

Fotos: Oben – Zirkusartistin, 1926–1932 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2010. Unten – Lego Designs part II – London, Westminster University, 26. März 2009, Styleclicker City © Gunnar Hämmerle