[singlepic=57,320,240,,]Meine Ahnungslosigkeit in Sachen Mode kam zutage, als meine kleine Schwester mich in einen dieser Düsseldorfer Hippness-Läden führte und mir dort ihre Traum-Taschen zeigte. Riesige Vorhängeschlösser zierten die Vorderseiten und ich fragte mich, wen man wohl da dran binden sollte. Meine Schwester sagte, dies seien Taschen der Marke Gregory, Paul und Lucy oder so. (Ich kann mir keine Namen merken.) Das Label sei jetzt angesagt. Zwar war dieser Trend an mir vorbei gegangen, aber ich bin entwicklungsfähig.

Wachsende Zuneigung zu George, Gina & Lucy

Einige Monate später und nachdem ich jetzt mit Kennerblick auf der Straße einige dieser Taschen gesichtet hatte, wünschte ich mir solch ein Stück von George, Gina & Lucy zum Geburtstag. (Jetzt kann ich mir die Namen merken.) Es handelt sich um eine von den Dingern, die meine Mutter immer Postboten-Taschen nennt und in die jede Menge rein geht. Und das wichtigste: es ist eines der wenigen Modelle von George, Gina & Lucy, das kein Vorhängeschloss hat. Bemerkenswert fand ich das Etikett. Dort steht:

If you purchase this bag please
take good care of it! Don’t
let it stand alone in the dark!

Don’t flirt around with other
Bags, it’ll break it’s heart!

And don’t forget to feed it with all your stuff!

… it loves it when you sing. But you can as well dance for it …

Die Super-Tasche

Die neue Tasche von George, Gina & Lucy steht nachts im dunklen immer schön nah bei den anderen Kollegen, die schon länger ihren Dienst bei mir tun. So fühlt sie sich nie alleine. Ich tue so, als hätte ich kein Interesse mehr an anderen Taschen. Gefüttert habe ich sie natürlich auch schon. Nur mit lesenswerten Büchern, Goethe, Shakespeare und so. Mit meinem Gesang schien sie zufrieden gewesen zu sein, mein Gehüpfe, was einen Tanz darstellen sollte, hat sie zur Kenntnis genommen. Und bei mir setzte dafür die Erkenntnis ein, Opfer einer guten Marketing-Strategie geworden zu sein.