Meine modisch interessierten Augen haben selten so eine hohe iPhone-Dichte erblickt wie auf der OMD, der Online Marketing Messe 2008 in Düsseldorf. Seitdem brennt mein Herz für die flachen Dinger, deren Display so blank wie die Wasseroberfläche eines Swimmingpools ist. Das iPhone ist eine Insignie der Berufsjugendlichen, die tapfer am Dot-Com-Image festhalten und irgendetwas mit „Web“ in ihrer Berufsbezeichung führen. Sie lieben das Understatement und kombinieren Schlichtes mit Hippness. Zum Businessoutfit tragen sie stets Turnschuhe, ein Überbleibsel aus ihren Tagen als Skater und LAN-Partygast.

Es ist der kleine angebissene Apfel, der das schmucklose Mobiltelefon über alle Handys hinaus hebt. Seitdem Eva Adam einen Apfel reichte ist uns die Symbolkraft von Obst bekannt. Wenn mich jemand fragt, warum ich unbedingt ein iPhone haben möchte, werde ich selbstverständlich auf Technik, Displaygröße und Vielseitigkeit hinweisen. In Wirklichkeit will ich das Ding, um damit anderen vor der Nase rumzuschwenken. Ich liebe Äpfel.