von Patricia | Montag, 12. August 2013 | Lifestyle & Kultur

Popcorn knabbern, sich zurücklehnen und reichen Kids beim Unsinn machen zusehen. So stelle ich mir einen entspannten Kinoabend vor. Der neue Film „The Bling Ring“ von Sofia Coppola wird bei mir wohl nicht zu den tiefgreifenden Erschütterungen führen wie es zwei seiner Vorgänger taten. Vor Jahren gesehen und nie vergessen: „Lost in Translation“ und „The Virgin Suicides“ – selten konnte mir jemand so viel über menschliche Leere verraten.
Zunächst deutet der Plot von „The Bling Ring“ auf eine ähnliches Thematik hin. Eine Gruppe reicher Jugendlicher aus Kalifornien nutzt die räumliche Nähe zu ihren Idolen und beginnt aus Langeweile bei Stars aus Film- und Musikgeschäft einzubrechen. Den Kids genügt schlichtweg nicht mehr, eine Handtasche wie Lindsay Lohan zu besitzen. Sie greifen sich lieber das Original aus dem Haus des Stars.
Sofia Coppolas wenig sympathische Helden dulden den Zuschauer eher als beobachtenden Fan, anstatt ihn einzubinden. Anders als die bisherigen Protagonisten setzen die Kids ihre Sehnsüchte in die Realität um, auf Kosten anderer. Wer gerne Modefans bei der etwas anderen Art des Shoppens zusehen möchte, wird seinen Spaß haben. Kritiken gibt es hier. Der Trailer des Films folgt nach dem Klick …
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von Patricia | Sonntag, 11. August 2013 | Lifestyle & Kultur
Für US-Talkerin Oprah Winfrey blieb ihre Traumtasche unerreichbar. Nicht weil ihr Portemonnaie den dafür nötigen Preis von 35.000 Schweizer Franken nicht hergeben würde. Nein, die Verkäuferin in einer Züricher Boutique hatte kurzerhand für ihre Kundin entschieden: „Für Sie ist diese Tasche zu teuer.“ Wahrscheinlich hatte sie ihre Kundin zuvor mit einem kurzen Blick taxiert, die dunkle Hautfarbe entdeckt und die statistische Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der eine Afro-Amerikanerin Handtaschen dieser Preisklasse kauft.
Mit ihrer Einschätzung lag die Verkäuferin bei Milliardärin Winfrey völlig daneben. Womöglich ist dies nicht das erste Mal, dass der Angestellten ein guter Deal entgeht. Dass Shop-Belegschaft sich auf ihre Ware, die sie anbieten, etwas einbilden, dürfte für kaum neu sein. Die gesamte Ausstrahlung der Geschäfte samt hochnäsigen Verkäuferinnen verjagt zu viele, auch reiche Käufer. Wer durch die Schaufensterscheiben der großen Marken blickt, sieht oft nur Leere. Den Balanceakt zwischen edler Noblesse und freundlicher Offenheit beherrscht fast keiner. Angenehme Ausnahme dürfte unter anderem Tiffany & Co. sein.
Wie kann man elitär sein, ohne auszugrenzen? Das Kennzeichen vieler Marken ist, dass sie nicht von jedem gekauft werden können und damit etwas besonderes sind – eben Ausgrenzung. Doch so wie es Tiffany vormacht, könnte es funktionieren. Der Juwelier verkauft neben seinem sehr teuren Schmuck auch einige Kleinigkeiten für Normalverdiener, die vielleicht ein bisschen mehr kosten. Aber das dürfen sie auch, sie sind schließlich von Tiffany. Wer ersteinmal für Serviettenringe den Laden betritt, schaut sich vielleicht auch ein Diamantcollier an. Und wer weiß, wer heute das Geld nicht hat, kann morgen schon Millionär sein.
Ausgrenzung aufgrund des Aussehens ist das allerletzte. Jetzt verrät betreffende Verkäuferin übrigens, wie das Gespräch aus ihrer Sicht lief. Alles sei ein Missverständnis. Das ganze Taschentheater hat sich laut Spiegel Online (dort findet ihr genaue Zitate der Verkäuferin) bereits zum Täschligate entwickelt, weil jetzt neben den rassistischen Aspekten auch die Tierschützer auftreten. Betreffende Tasche ist aus Krokodilleder gefertigt. Auf Twitter wird lebhaft zu #Täschligate diskutiert. Ich wundere mich, welche gesellschaftlichen Auswirkungen ein Taschenkauf haben kann. Jede sollte das Recht haben, die Tasche zu kaufen, die ihr gefällt – sehen wir vom armen Krokodil ab.
von Patricia | Donnerstag, 8. August 2013 | Kleinigkeiten

Honey von Marc Jacobs
Marc Jacobs verspricht mit seinem neuen Duft Honey spätsommerliche Süße. Ich selbst habe ihn noch nicht erschnüffeln dürfen. Aber der Flakon mit seinen Bienenflügeln gefällt mir. Das passt zur Blüte der heißen Jahreszeit. Auf meinen Balkonpflanzen sehe ich jeden Tag allerlei Mini-Schleckermäuler im Ringellook. Ich hoffe sehr, dass es nach dem Auftragen des Parfüms zu keinen Verwechselungen kommt.
Marc Jacobs Honey, Preis ab etwa 50 Euro
Foto: Coty Prestige
von Patricia | Dienstag, 6. August 2013 | Schuhe

In der Oberstufe habe ich einige Zeit in Chicago verbracht. Typisch für die Stadt war der morgendliche Run vieler Damen in Richtung Bus im Kostüm und an den Füßen weiße Sneaker. Vor der Bürotür angekommen, holten die Turnschuhträgerinnen ihre High Heels aus der Tasche und wechselten das Schuhwerk. Für Kompromissbereitere gibt es die praktischen Schuhe von Maison Dumain, einem Spin-off von Be & D. Die seitlich aufgedruckten Pumps werden jeder geschäftlichen Gelegenheit gerecht. Gleichzeitig darf frau bequem plattfüßig durchs Büro schreiten.
von Patricia | Montag, 5. August 2013 | Allgemein, Shopping-Tipp

Da meine zweijährige Tochter sich bereits Nagellack für ihre zarten Kleinkindhändchen wünscht, habe ich mich ein wenig umgesehen. Das Berliner Beautylabel USLU Airlines hat wieder für eine neue Nagellacklinie mit mehreren Künstlern zusammengearbeitet und herausgekommen ist eine sehr kreative Auswahl verschiedenster Farben in schmalen Flaschen. Für mich sehr erfreulich: Es gibt sie in jeder Farbe – Gelb, Rot, Blau, Grün – da schlägt das Herz jeder Zweijährigen höher. Ich sehe mich, wie ich Quadratmillimeter für Quadratmilliemeter bestreiche, während auf der anderen Seite ein Kind aufgeregt zappelt. Tipps, wo es den Nagellack von Uslu Airlines gibt, findet Ihr hier bei Art School Vets.
Foto: Uslu Airlines