von Patricia | Mittwoch, 5. Mai 2010 | Events, Lifestyle & Kultur

Das Thema Modeblogs erlebte auf der re:publica 2010 eine kleine Premiere. Bisher waren auf dem Berliner Bloggertreffen mehr technikaffine Weblogs oder zu Web 2.0-Themen die Blogblogs wie ich sie nenne vertreten. Unter der Headline „Wenn Prada Pakete schickt“ trafen sich Mary Scherpe von Stil in Berlin, Mahret Kupka von F&Art, Julia Knolle von Les Mads und Tilmann Prüfer von Der Zeit. Sie diskutierten über Fragen wie lassen sich Modeblogger von Unternehmen mit Geschenken kaufen? Manch fleißiger Modeblogger mag jetzt traurig darüber sein, weil Prada bei ihm oder ihr nicht täglich den Briefkasten mit feinen Geschenken füllt. Doch ein Trost ist, dass meist auch die Postfächer der Diskussionsteilnehmer des re:publica Panels leer bleiben. Womöglich stehen wir erst am Beginn der Entwicklung. Denn es zeichnet sich meiner Meinung nach bereits ab, dass bekannte Blogger sehr überzeugend als Testimonials agieren könnten. Ihre Produkttipps wirken authentischer als viele teure Werbespots. Aber noch haben Unternehmen nicht das Werbepotenzial von Blogs entdeckt. Das könnte unter anderem daran liegen, dass nur sehr wenige der Blogs große Lesermassen anziehen. Weswegen wir wohl noch darauf warten müssen, mit Bloggen reich und berühmt zu werden. Hier ist unten nach dem Klick der Videomitschnitt des Modeblog-Panels der re:publica …
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von Patricia | Montag, 26. April 2010 | Lifestyle & Kultur, Link-Tipp

Kleidung kann Revolutionen auslösen, doch laut Kasem Sedighi vermögen tiefe Ausschnitte und kurze Röcke noch viel mehr: Sie bewirken Erdbeben, wie der muslimische Geistliche in einer Teheraner Moschee erklärt hat. Er machte unzüchtig gekleidete Frauen als Ursache für die Naturkatastrophen aus. Weswegen sich also Frauen rund um den Globus verhüllen sollen. Weder möchte ich zum Tschador greifen noch zu solchen Maßnahmen wie Bloggerin Jen McCreight sie vorschlägt.
In einem Posting rief sie den Boobquake Day am heutigen 26. April 2010 aus und forderte Frauen auf, Oberteile mit tiefem Ausschnitt zu tragen. Sollte kein Erdbeben die Folge sein, wäre die These des muslimischen Geistlichen widerlegt. Ich vermute, wir würden uns mit tiefem Dekolté, wie Spiegel-Online es richtig bemerkt hat, auf eine ähnliche Ebene begeben, auf der Sedighi argumentiert. Einen Nachweis erbringen, indem frau ihre Cs oder Doppel-Ds in die Kamera streckt? Wirklich schlauer als den muslimischen Geistlichen lässt es uns Frauen nicht aussehen. Da verweise ich lieber auf die Tücken der Plattentektonik, also auf die Wissenschaften.
Linktipps zum Thema Boobquake Day:
Aufruf zum Boobquake Day von Jen McCreight auf ihrem Blog Blag Hag.
Maedchenmannschaft zum Thema Brüstewackeln.
Spiegel-Online zum Tag des Brustbebens.
von Patricia | Donnerstag, 22. April 2010 | Lifestyle & Kultur

Projekt Sonic Iceland
Blogger Kai Müller ist inselsüchtig, ihn fasziniert Island mit seiner Landschaft, Kulturszene, seinen Bewohnern und ihren Eigenheiten. Auf seinem Blog Stylespion (übrigens einer der erfolgreichsten und reichweitenstärksten deutschsprachigen Blogs) hat uns Kai Berichte über Schneetreiben im April, über Schnurrbart-Wettbewerbe und über die wunderbare Musikszene Islands geliefert. Wir, seine Leser wollen mehr davon. Deswegen hat Kai zusammen mit Marcel Krüger das Projekt Sonic Iceland gestartet. Wer die beiden als Sponsor unterstützen möchte, so dass sie einen Aufenthalt auf ihrer Trauminsel finanzieren können, findet weitere Infos zum Projekt auf der Homepage zu Sonic Iceland.
Sie selbst schreiben über sich und Sonic Iceland:
Kai Mueller, blogger and photographer from Cologne and Marcel Krueger, German expat living in Dublin, are travelling to Iceland.
Our aim is to create a portrait of Iceland and its music – and this not as the stereotype music journalists visiting Reykjavik for a long weekend. We are enthusiastic about music, and especially about the diversity of the Icelandic music.
We are going to meet the Icelandic people to see how they live, work, play and of course how they create their music – and how the country, its current situation and the incredible landscape is connected to all of this.
Support us! See how you can help us to support the icelandic music scene.
Foto: Sonic Iceland / Kai Müller
von Patricia | Mittwoch, 21. April 2010 | Lifestyle & Kultur

These des Facehunters
Vom „Kampf der Trends“ schrieb der Spiegel in seiner Ausgabe vom 22. März 2010. Denn Modeblogger Yvan Rodic alias Facehunter vertritt in seinem neu erschienenen Buch die These, dass die Individualisierung der Mode zurzeit ein historisches Hoch erreicht hat. Das hinterlässt bei jedem, der uns mit Menschen vergangener Jahrhunderte vergleicht, ein Runzeln auf die Stirn. Denn das Setzen von Trends und damit das Nachahmen hat bereits eine lange Geschichte und in seiner Entwicklung heute einen Höhepunkt erreicht.
Beschleunigung der Trendwelle
Geht man in der Geschichte zurück, lassen sich schon frühe Anfänge des Nachahmens erkennen. Zwar verließ manche Dorfschönheit im Mittelalter nie ihr kleines Stück Land, doch fahrende Händler berichteten ihr, dass eben jene Halskette aus bunten Steinen sich im Nachbardorf so gut verkaufte, dass sie unbedingt auch zugreifen müsse. Modetrends gibt es, seit Menschen reisen, also eigentlich schon immer. Einzig die Geschwindigkeit, mit der sie sich ausbreiten, hat sich erhöht.
Im 17. Jahrhundert brauchte ein Modestich einige Wochen, bis er von Paris mit dem Schiff in die neue Welt gebracht worden war und in Neu Amsterdam, dem späteren New York eine Moderevolution auslösen konnte. Heute erscheint ein Foto, das Yvan Rodic für sein Modeblog schießt, innerhalb von Sekunden auf Bildschirmen rund um den Globus. In zahlreichen Ländern nehmen Modefans die neuen Ideen auf und kleiden sich ähnlich. Beschleunigung bedeutet für Mode gleichzeitig einen Verzicht auf Individualität.
Projekt Exactitudes
Selten sahen wir uns so ähnlich wie heute. Das beweist der Text im Spiegel sehr anschaulich mit dem Hinweis auf Exactitudes. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Künstler Ari Versluis und Ellie Uyttenbroek, die Tafeln mit jeweils zwölf Fotos zeigen Menschen, die sich fast exakt gleich stylen. Seit 14 Jahren sammeln die beiden Künstler Fotos von Looks aus aller Welt und zeigen ihre faszinierenden Gegenüberstellungen auch im Web.
von Patricia | Montag, 29. März 2010 | Lifestyle & Kultur, Mode

Mode der 60er und 70er
An diesen Mustern und Farben kann sich der Blick festbeißen. Die hypnotische Wirkung der Mode der 60er und 70er Jahre ist legendär. So mancher unserer Zeitgenossen schnappt heute bei Eitergrün und Beulenpestgelb nach Luft und rudert mit den Armen. Wie konnte man vor etwa 40 Jahren ernst genommen werden, wenn sich über den Bauchansatz ein Synthetikoverall spannte und die Füße in Glitzerplatteauschuhen steckten? Weitere Fotos, einen Linktipp und den passenden Buchtipp gibt es unten nach dem Klick …
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von Patricia | Freitag, 26. März 2010 | Lifestyle & Kultur

Ginger hüpfte genauso schön, wie Fred. Sogar rückwärts und auf Stöckelschuhen, wie sie es gesagt haben soll. Ruhm und Gage waren allerdings bei dem Hollywood-Traumpaar der 30er und 40er Jahre ungleich verteilt.