ScoreCardResearch

Dezenter Boho-Style

6103_LB_03_low

Isabel Marant für H&M

Ab 14. November 2013 kommt die Kollektion von Isabel Marant in ausgewählte H&M-Shops.  Damit machen die Schweden erneut Mode einer meiner Lieblingsdesigner für Viele erschwinglich. Dieses Mal steht der Boho-Style im Mittelpunkt des Geschehens. Ich gebe zu, dass diese Abkürzung bisher nicht Teil meines Wortschatzes gewesen ist und ich mir erst Wissen ergoogeln musste. Boho steht für Bohème. Das kenne ich und denke an die großen Exzentrikerinnen die zwischen 1900 und 1930 die Intellektuellenszene bevölkerten. Sie schmückten sich mit auffälligen Mustern, Federn und langen Ketten – alles Attribute, die als exotisch und außerhalb jeder Norm galten. Teils waren sie die Musen großer Künstler oder sie waren selbst Kreative. Ihr Modestil drückte ein neues Selbstbewusstsein aus. Isabel Marants Mode präsentiert sich mit einer recht sympathisch, zurückhaltenden Prise Exzentrik. Markante Schultern und schmale Linien verleihen dem Exotenlook Eleganz und machen ihn selbst für meinen unaufgeregten Alltag tauglich.

6103_LB_04_low

 

Mantel, schmale weiße Lederhosen kombiniert mit halbhohen Stiefeln.

Preise: Seidenkleid oben: 99 Euro, weiße Lederhose: 249 Euro, grauer Mantel: 149 Euro

6103_LB_06_low

 

Gerade geschnittene Jacken mit markanter Schulterpartie und in wilden Mustern sind typisch für Isabel Marant.

Strickjacke: 129 Euro, schwarze Lederhose 249 Euro

6103_LB_05_low

 

Die enge rote Hose gefällt mir besonders gut genauso wie das Kleid auf dem Foto ganz oben.

Kurze Jacke: 299 Euro, rote Hose: 99 Euro

Fotos: H&M

Die Vorfahren der Blogger-Selbstporträts

Anastasia

Anastasia Nikolajewna Romanowa war die jüngste Tochter des russischen Zarenpaares. Mit 13 Jahren, im Oktober 1914, fotografierte Anastasia ihr Spiegelbild mit einer Kodak Brownie Box Camera. Für diesen Urahn aller Selfies brauchte die Zarentochter noch ein ruhige Hand und musste stillhalten, wollte sie keinen verwischten Schatten von sich aufnehmen wie die Silhouette im Hintergrund.

Foto: Anastasia Nikolajewna Romanowa

Gutes tun: Warm Up

Warm Up Berlin

Spendenaktion von Stil in Berlin und der Kältehilfe Berlin

Wer Ballast loswerden und gleichzeitig anderen etwas Gutes tun möchte, kann sich mit einer Kleider- oder Geldspende am „Warm Up“ von Stil in Berlin und der Kältehilfe Berlin beteiligen. Am 17. November 2013 könnt Ihr alles in den Voo Store bringen, was Obdachlose im Winter warm hält. Ich bin mir sicher, dass auch Geld sehr willkommen ist.

Weitere Infos hier bei Stil in Berlin

Guy Bourdins Blick auf Weiblichkeit

11876 80D

Charles Jourdan – Frühjahr 1979 © Estate of Guy Bourdin

Retrospektive in Hamburg

Warum führen uns Zeitschriften wie die Vogue vorwiegend den männlichen Blick auf Weiblichkeit vor Augen? Deutlich wird dies auch in der Retrospektive, die die Hamburger Deichtorhallen dem Vogue-Fotografen Guy Bourdin widmen. Allein seine Schuhwerbung war revolutionär. Der Fotograf mit Vorliebe zur „fetischistischen Inszenierung“, wie Spiegel-Online schreibt, ordnet das beworbene Objekt in einen größeren Sinnzusammenhang ein. So scheinen seine Fotos einen kurzen Moment einer spannenden Geschichte einzufrieren: Die Frau, die kurz davor steht, zu fallen und dabei ihre Schuhe dem Betrachter entgegenstreckt, ist ein Beispiel von vielen. Bourdin traut sich, die Aktion und das Verhältnis zwischen Frau und Schuh in den Mittelpunkt zu rücken. Erstaunlich, wie klein die beworbenen Schuhe auf dem Bild sind. Aber der Fotograf hat einen zentralen Punkt entdeckt: Welcher Frau geht es darum, einen schönen Schuh zu besitzen? Viel wichtiger ist es, darin schön auszusehen und aufregendes zu erleben wie den Cliffhanger auf jenem Bild. Vielleicht erkennen wir dies nur, indem wir die Distanz den männlichen Blickes auf uns selbst nutzen.

14081 BOX 001q GB.jpg

Vogue Paris – May 1970 © Estate of Guy Bourdin

Oft kopiert und zitiert: 30 Finger bedecken das Gesicht einer Frau. Nur ihre roten Lippen sind sichtbar.

11876 63E

Pentax-Kalender, 1981. Asahi Optical Company Limited. Tokyo, Japan. © Estate of Guy Bourdin

Guy Bourdin war insbesondere beim Einsatz von Farben Perfektionist. Vor Anbruch des digitalen Zeitalters mussten sattes Rot und glänzender Satin mit viel Fingerspitzengefühl per Scheinwerfer zum Leuchten gebracht werden.

 Guy Bourdin Retrospektive,

Deichtorhallen Hamburg

1. November 2013 bis 26. Januar 2014

Homepage der Ausstellung zu Guy Bourdings Fotografie und Malerei

Spiegel Online zur Ausstellung

Ann-Sofie Back

 

Die Schwedin Ann-Sofie Back ist mir mit ihrer sehr klaren Vorstellung von Mode aufgefallen, die einen interssanten Gegensatz zu ihrem Namen bildet. Ihren Look würde ich als futuristsich bezeichnen. Ann-Sofies Label hat sie nach ihrem Nachnamen benannt. Aber Back dürfte in diesem Fall nicht für Mode im Retro-Trend stehen. Zum Glück nicht.