von Patricia | Montag, 2. Dezember 2013 | Mode

WhoMadeThem
In letzter Zeit gelingt es mir immer weniger: außer acht lassen, wer meine neu gekaufte Hose genäht oder den Stoff dafür gewebt hat. Denn es ist fast egal, ob hochwertige Designerlabels oder kostengünstige Modeketten – fast alle lassen von den Ärmsten der Armen unter nicht akzeptablen Bedingungen arbeiten. Ich persönlich bin entschieden gegen Ausbeutung, vor allem gegen Ausbeutung von Kindern. Das hat dazu geführt, dass ich an manchem Tag an mir herunterblicke und feststelle, dass mein gesamtes Outfit second hand ist. Mich beruhigt es, dass alles schon vor mir einmal jemand anderem gehört hat. Damit kann ich Verantwortung auf den Vorbesitzer abschieben.
Trotzdem gibt es viel Kleidung, die ich nie gebraucht kaufen würde, Socken, Unterwäsche, Bademode, Schuhe. Und ich kann es nicht völlig lassen, mir ab und an etwas Neues zu gönnen. In vergangener Zeit wurde viel darüber nachgedacht, wie wir als Käufer erfahren könnten, ob Mode unter fairen Bedingungen gearbeitet wurde. Johanna Bose und Raphael Guillou haben eine Alternative zu Siegeln und Zertifikaten entwickelt. Jedes Teil ihrer Mode unter dem Label Whomadethem besitzt ein Etikett mit einem Strichcode. Über diesen Code und die Webpage des Labels können wir jederzeit erfahren wer die Kleidungsstücke genäht hat und wo. Transparenz ist auch im Informationszeitalter nicht selbstverständlich.
www.whomadethem.com

Die beiden Designer des Labes Whomadethem begeistern sich für Materialmix, wie bei diesem längeren Etuikleid mit hellen Ornamenten. Es besitzt eine neoprenähnliche Oberfläche, die genauso wie das Oberteil oben in Mumbai mit feinem Draht bestickt wurde.

Der grob gestrickte Pullover ist aus tibetischer Hochlandwolle und steht im Kontrast zum schwarzen Seidenrock.

Das Samstkleid hat keinen Saum und besitzt vorne einen Einsatz aus Seide.

Zur Herrenkollektion gehört diese Bomberjacke, darunter ein T-Shirt mit bestickter Kapuze.
Fotos: Whomadethem, 2013
von Patricia | Sonntag, 1. Dezember 2013 | Shopping-Tipp

Karl Lagerfeld bei der Welt am Sonntag
Karl Lagerfeld besitzt 300.000 Bücher, er liest jeden Tag und redet gerne. Ihm ist zuzutrauen, dass er auch schreiben kann. Bei seinem Ausflug in die Zeitungswelt hat er sich trotzdem auf bekanntes Terrain konzentriert, auf das Zeichnen. Für einen Tag durfte Karl Lagerfeld Chefredakteur der Welt am Sonntag sein und lieferte zu allen großen Artikeln Illustrationen. Das Ergebnis liegt heute (1. Dezember 2013) am Kiosk. Ein Exemplar habe ich mir bereits gesichert und es bestaunt. Eines der Highligths neben den Zeichnungen: Inga Griese und Jennifer Wilton führten ein Interview mit dem Modezar über sein Leben und seine Kindheit.
Foto: Titel Welt am Sonntag vom 1. Dezember 2013, Lifestyle Bunny/Patricia Guzman
von Patricia | Donnerstag, 28. November 2013 | Lifestyle & Kultur

Heldin ist zurück
Die wunderbare Judith Holofernes tritt jetzt ohne die restlichen Helden auf. Bis 2012 war die Sängerin als Teil der Band mit dem stolzen Namen „Wir sind Helden“ aktiv. Neben berührenden Texten und umwerfendem Klang fiel mir Judith mit ihrem Outfit auf: einem langärmligen lila Shirt mit Aufdruck und dazu ein Rock. So war sie fast immer zu sehen. Prägnant, wie ich fand, denn normalerweise zieht sich ein Star alle zehn Minuten um und führt uns Normalos vor, wie klein unser eigener Kleiderschrank ist. Ich selbst habe Judith und ihre Gruppe zwei Mal auf der Bühne stehen sehen. Unter anderem spielte die Band im Asta-Keller unserer Uni.
Einiges hat sich im Leben von Judith Holofernes geändert, genauso wie in meinem. Beide halten wir uns wohl nicht mehr allzu häufig in Asta-Kellern auf. Sie ist genauso wie ich Mutter geworden und trägt andere Kleider. In einem nicht ganz so hübschen Exemplar ist Judith in ihrem neuen Video zum Song „Liebe Teil 2“ zu sehen – eine Ode an den vorangeschrittenen Zeitabschnitt einer Liebesbeziehung, dem sich nur selten ein Song widmet. Diese zuckersüßen Baby-Engel, die Judith Spielzeug an den Kopf werfen, sind großartig. Schon so mancher hat dank massiver Qualität der Fluggeschosse seine Blessuren im Leben davongetragen. Das Video mit dem Song gibt es unten nach dem Klick.
(mehr …)
von Patricia | Samstag, 23. November 2013 | Events

Les Frimousses des Créateuers von Unicef
Mit „Les Frimousses des Créateuers“ startet Unicef jährlich eine Aktion, um Kinderschutzimpungen zu finanzieren. Designer und Künstler haben für den guten Zweck kleine Puppen entworfen, die jetzt versteigert werden. Vorher haben sich die Mini-Diven aus Stoff vor der Kameralinse in Szene gesetzt. Alle Puppen sind auf der Website der Aktion zu sehen. Falls die Gebote in schwindelerregende Höhen steigen, können wir so zumindest visuell teilhaben.
von Patricia | Mittwoch, 13. November 2013 | Schuhe

So etwas wie Bequemlichkeit spielt bei Schuhen eine untergeordnete Rolle, glaubt man, wenn man sich die Aufnahmen aus dem Bildband For the Love of Shoes ansieht. Da gibt es filgrane Kunstwerke, Absätze, die fast schon waffentauglich sind oder Gebilde, die gar nicht anziehbar wirken. Alles ist möglich, fragt sich nur für wie lange. Ich glaube bei manchem Schuh kaum, dass man sich damit überhaupt einige Meter weit weg bewegen kann. Was soll ’s. Wer über Limousine und Chauffeuer verfügt, braucht damit nur noch über die roten Teppiche der Welt zu schweben. Alle anderen begnügen sich mit dem Bildband von Patrice Farameh – 300 Fotografien von teils unfassbarem Schuhwerk.

© For the Love of Shoes edited by Patrice Farameh, published by teNeues, www.teneues.com. © Kobi Levi Photo © Shay Ben-Efraim and Ilit Azoulay

© For the Love of Shoes edited by Patrice Farameh, published by teNeues, www.teneues.com. © Ruthie Davis Photo © Ruthie Davis

© For the Love of Shoes edited by Patrice Farameh, published by teNeues, www.teneues.com. © Lauren Tennenbaum Photo © courtesy of Lauren Tennenbaum and Lydia Koch

© For the Love of Shoes edited by Patrice Farameh, published by teNeues, www.teneues.com. © Naim Josefi – Melonia Photo © Johannes Helje and Clara Nova

© For the Love of Shoes edited by Patrice Farameh, published by teNeues, www.teneues.com. © United Nude Photo © courtesy of United Nude
Patrice Farameh: For the Love of Shoes, 304 Seiten mit 300 Abbildungen, TeNeues, um 80 Euro