von Patricia | Donnerstag, 2. August 2012 | Mode, Shopping-Tipp

Sie gilt als Tracht des Ruhrpotts: die Jogginghose. Kaum ein anderes Beinkleid drückt so viel Understatement aus. Nicht wenige unterstellen den Jogginghosenträgern eine verminderte Intelligenz und eine Vorliebe fürs Feierabendbier vor der Trinkhalle. Zu recht? Ob diese junge Dame trotz verdächtiger Hose zu einem Glas Champagner greift und dabei über die Systemtheorie nachdenkt, lässt sich kaum ergründen. Zu rätselhaft blinzelt sie unter halb geschlossenen Augenliedern hervor. Genauso muss eine Jogginghose außerhalb von Fitnesscenter und Aschebahn getragen werden, wie ich finde. Nonchalante Zurückhaltung zu Pastell-Tönen und Gummibund. Von Kopf bis Fuß finden sich überall kleine Stoffzitate aus der ursprünglichen Heimat der Jogginghosen-Designerin wieder. Woher? Aus Vietnam.
Thuy Duong Nguyen entwirft für ihr Modelabel Thu Thu alles, was Lässigkeit ausstrahlt und gleichzeitig elegant ist. Schon als kleines Kind kam sie mit ihren Eltern nach Deutschland. Heute verbindet Thuy Duong Nguyen traditionelle vietnamesische Stoffe mit modernem Großstadtstyle. Ihre Mode ist tragbar und büßt trotzdem nichts von ihrer Außergewöhnlichkeit ein. Handgefertigte Stoffe aus Sapa, einer Gebirgsregion in Vietnam bilden wichtige Stilelemente. Hätte ich übrigens vor etwas über einem Jahr keine supersüße kleine Tochter bekommen, säße ich in zwei Wochen am Ufer des Mekong und würde die Eindrücke einer Vietnam- und Kambotscha-Reise auf mich wirken lassen.
Bei Thu Thu findet momentan der Online-Sale statt. Bitte hier entlang …
Foto: Thu Thu
von Patricia | Montag, 2. Juli 2012 | Events
Bei Dandy Diary ist man gastfreundlich und spendabel. Am Dienstag, den 2. Juli 2012 laden die Blogger zu ihrer Berlin Fashionweek Opening Party ein. Zwischen 22 und 23 Uhr gehen die Drinks sogar auf ’s Haus. Lasst es Euch nicht entgehen.

von Patricia | Dienstag, 12. Juni 2012 | Mode

Cathrine Hammel hat seit 1992 bereits mehrere Kollektionen in ihrer Heimat Norwegen heraus gebracht. Viel ließ sich ohne Norwegischkenntnisse nicht über die Designerin herausfinden. Wobei erschwerend noch hinzu kommt, dass sich auf ihrer Website nur munter pfeifend einige Dreiecke und Würfel als Platzhalter drehen. Das ganze ist noch „under construction“. Bleiben wir gespannt, auf das was da aus dem Norden auf uns zukommt. Ich mag diese Kombination von Klassik und Verspieltheit.

Polka-Dots auf dem sportlichen T-Shirt mit einem romatnischen Volant-Rock.


Nicht alles von Cathrin Hammel ist so kunterbunt wie hier. Es gibt auch einige sehr schöne klassisch, elegante Stücke ihrer Kollektion.
Alle Fotos: Cathrine Hammel
von Patricia | Mittwoch, 6. Juni 2012 | Lifestyle & Kultur

Ein Wiedersehen am vergangenen Wochenende: Ausnahmsweise zeigte der Fernsehsender Arte Terry Gilliams Geniestreich Brazil nicht mitten in der Nacht. Ich liebe diesen Film, weil die Dialoge wunderbar geschrieben sind und so gut zum Look des Filmsets und der Kostüme passen. Der Kontrast zwischen Sam Lowry und seiner exzentrischen Mutter Ida ist so riesig wie sein Wunsch, ihrem Einfluss zu entfliehen. Umso bunter sie auftritt, um so grauer wird ihr Sohn. Ida Lowry dreht alles ins Gegenteilige um: Schönheitsoperationen machen die Mutter jünger, während ihr Sohn dank Erfahrungen reift. Selbst bei einem Restaurantbesuch kehrt Ida das Unterste zuoberst und trägt einen Hut in Schuhform. Regisseur Terry Gilliam war übrigens zunächst Zeichner der kurzen Trickfilmsequenzen bei den Produktionen der Komikergruppe Monty Python.
von Patricia | Mittwoch, 28. März 2012 | Mode

In solch einer Robe dürfte das „Ja“ ganz leicht über die Lippen gehen. Den Einstieg in die Ehe versüßt die Verheißung, einen Tag lang Prinzessin spielen zu dürfen. Von Elie Saab gibt es die passenden Hochzeitskleider zu diesem Spaß.
Ich hab schon manche Frau in Reifrock und Troddeln den Bund des Lebens eingehen sehen, deren Modesinn normalerweise kaum über Jeans und T-Shirt hinauskommt. Da werden burschikose Holzfällerhemd-Trägerinnen plötzlich zum Rüschentraum. Ich mag es lieber, wenn sich ein Mensch im Stil selbst treu bleiben kann. Es darf gerne festlich sein, doch auch im Hochzeitskleid sollten sich kleine modische Zitate aus dem Alltag der Trägerin finden. Nur so entgeht man dem Gefühl, verkleidet zu sein. Außerdem empfehle ich es so zu machen, wie im Theater: Dort kommt die Garderobe für den Auftritt schon bei den Kostümproben zum Einsatz. Schauspieler, Tänzer und Sänger haben sich bis zur Premiere meist „eingefühlt“ in ihre Kleidung. Das sollte frau auch mit dem Hochzeitskleid machen. Es sieht einfach eleganter aus, wenn die Braut geübt mit Schleppe und Volant umgehen kann. Meine Empfehlung: Tragt Euer Hochzeitskleid vor dem großen Ereignis heimlich beim Bügeln oder auf dem Sofa vor dem Fernseher.
Ich persönlich mag den ein wenig Retro angehauchten Stil Elie Saabs. Das erinnert mich an Hollywoodfilme der 40er. Weite Röcke in klassischer A-Form und aufwendige Stoffe dominieren den Look. Schade, dass diese wunderschönen Roben meist nur ein einziges Mal zum Einsatz kommen.
Foto: Pronovias / Gl Vero, Düsseldorf