Schmuck von Pedro Sequeira

Wer beim Stichwort „Kunsthandwerk“ an pausbackige Engelchen und Laubsägearbeiten denkt, der sei hier eines besseren belehrt. Pedro Sequeira hat diesen Hauch zarter Leichtigkeit entworfen. Es handelt sich um eine Brosche, die aus Pailletten auf Textil besteht und beim Tragen ständig ihre Form verändert. Seine Kunst hat Pedro in seiner Heimat Portugal am Centro de Joalharia do Porto, am Instituto Português de Fotografia und in Deutschland an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert. Die anmutigen, aber teils auch verstörenden Arbeiten könnt Ihr auf Pedros Website bewundern.

Foto: Pedro Sequeira

Littlefly: Schmuck für Intellektuelle

Jeremy May zaubert aus Geschichten Schmuckstücke. Genauer gesagt schneidet er Ringe und Anhänger aus Buchseiten heraus, bemalt sie teilweise und versiegelt die Oberflächen. Goethe oder Dan Brown sind dann zwar nicht unbedingt mehr lesbar, aber als Accessoire machen sich Bücher ebenfalls gut. Literatur am Finger beeindruckt andere mindestens so stark, wie der gut gefüllte heimische Bücherschrank und bildet damit die perfekte Verbindung zwischen Mode und Intellekt. Hier findet Ihr Jeremys Schmuckkollektion.

Fotos: Jeremy May, Littlefly

Emaille-Schmuck von Bamboo Jewelry

Lilly liebt es wild, weswegen sie auf ihrem Blog den Schmuck von Bamboo Jewelry vorstellt. Da tummeln sich Seepferdchen, Albatros oder Elch als emaillierter Schmuck zum Anstecken, als Ohrringe oder Halsketten. Wer möchte, kann sich mit einem ganzen Zoo schmücken.  Von buntem Emaille-Schmuck war ich als Kind begeistert und könnte bei so schönen Kleinigkeiten diese Vorliebe gerne wieder aufleben lassen.

Fotos: Bamboo Jewelry

Schmuck – teils vintage, teils neu

Vintage_Schmuck

Eine Anstecknadel mit Manschettenknopf, Uhr und Kreuz

Vintage_Schmuck_Halskette

Alter Schlüssel, Uhr, Schloss und Teile eines Kerzenständers

Schmuck aus alten Gegenständen

Louise Pringle sammelt alte Schätze, um sie mit neuen Stücken zu kombinieren. Jede Halskette und jedes Armband ist ein Unikat, weil es aus Fundstücken zusammengestellt ist. Häufig findet sich eine Uhr daran, was mich wiederum an Alice im Wunderland erinnert, denn die Geschichte spielt mit Logik und Zeit. Den Schmuck von Electric Shock gibt es über den Onlinestore Hannah Zakari zu kaufen.

Fotos: Electric Shock

Die Idee ist via Pucchiswelt. Danke. (mehr …)

Das Leuchten der Billanten

Das Leuchten der Billanten

Zu Schmuck hat der Mensch ein sonderbares Verhältnis: Beim einen ist es sachlich, wenn es darum geht, sein Vermögen in Gold oder Diamanten anzulegen. Beim nächsten ist es von Emotionen geprägt, wenn das Herz beim Funkeln und Glitzern anfängt zu hüpfen. Die Facetten dazwischen konnte ich bei meinen Mitmenschen bisher kaum beobachten. Es wäre praktisch, wenn sich beides besser vereinen ließe. Doch das Verhältnis zu Schmuck war schon immer ein besonderes. Denn schließlich geht es darum, Dinge am Körper zur Schau zu stellen, um vielleicht auch bei anderen Begehrlichkeiten zu wecken. Laut Definition geht es bei Schmuck um eine Verzierung oder Verschönerung des Körpers. Allem Schmuck ist gemein, dass er keine echte Funktion erfüllt. Aber wir finden uns trotzdem großartig damit. Es soll sogar Menschen geben, die sich ohne Schmuck nackt fühlen. Und kann Schmuck von Unzulänglichkeiten ablenken? In jedem Falle tut er das dann schon seit geraumer Vorzeit. Der frühe Mensch hat vielleicht bereits seinen Überbiss durch eine schicke Halskette kaschieren wollen. Dabei spielt keine Rolle, was wie womit geschmückt wurde. Überliefert ist Muschelschmuck, den man um den Hals trug. Forscher fanden auch Schneckenhäuser mit Löchern. Das könnte darauf hindeuten, dass sie ebenfalls als Anhänger getragen wurden. Knochen oder Eierschalen dienten ebenfalls als Zierde.

schmuck_20er_jahre

In den 1920er Jahren galten Diamanten erst zur Cocktailstunde nach 20 Uhr als schicklich.

Der blasse Unscheinbare

Doch der Weg bis zum funkelnden, geschliffenen und gefassten Diamanten war noch weit. Erst in der Antike begann man überhaupt aus Edelmetallen filigrane Kleinode zu schaffen. Damals gelang es den ersten Handwerkern Edelsteine zu fassen. Wer sich Schmuck aus dem Mittelalter ansehen möchte, sollte den bekannten Domschatzkammern der alten kirchlichen Bistümer einen Besuch abstatten. Hier sind die Schätze des Mittelalters, denn zum Lobe Gottes nutze man damals nur die wertvollsten Materialien. Wer sich im Mittelalter gefasste Edelsteine anschaut, kann einen fast kindlich anmutenden Gestaltungswillen darin erkennen. Damals schliff man vor allem bunte Steine in meist runde Form und verzierte Kronen oder Holzkästchen in vielfarbigen Mustern. Niemand ahnte damals, dass erst der Schliff in Ecken und Kanten, den Zauber der Edelsteine zum Leben erwecken kann. Denn die Lichtbrechung ist ihr Geheimnis. Solange ein Diamant in der tiefen Erde ruht, ist er unscheinbar. Da seine Farbe nur in Grautönen erscheint, beachtete ihn kaum jemand im Mittelalter. Diamanten hatten kaum Wert, weil sie nicht bunt waren.

Das Geheimnis der Lichtbrechung

Vermutlich hat ein experimentierfreudiger Edelsteinschleifer dem ersten Diamanten im 14. Jahrhundert zu seinem Glanz verholfen mit einem kuppelförmigen Rosenschliff. Erst jetzt wurde die hohe Lichtbrechung dieses besonderen Edelsteins sichtbar. Die noch flache Unterseite wurde mit reflektierendem Silber unterlegt. Im 17. Jahrhundert erfand man die Schleiftechnik, die nötig war, um die Unterseite kegelförmig zu gestalten. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam der berühmte Brillantschliff auf. Dieser perfekte Schliff lässt den Stein von oben fast rund erscheinen. Seitlich ist eine gleichförmige Wölbung und ein Kegel unten zu sehen. Jede einzelne Facette besitzt nach außen eine glatte, völlig ebene Oberfläche. Dank dieser in verschiedenen Winkeln zueinander stehenden Flächen wird die Reflektion innerhalb des Steins erhöht. Man könnte sich einen Brillanten wie einen Billardtisch vorstellen, auf dem die Kugel extrem oft von Wand zu Wand prallt, ohne erneut angeschoben werden zu müssen. Dieser Umstand lässt einen Diamanten leuchten und schmückt uns besonders schön. Mir gefallen Diamanten in jeder Größe, selbst die klitzekleinen können bereits eine enorme Leuchtkraft entwickeln. Deswegen ist bei einem geschliffenen Diamanten neben seiner Größe vor allem Reinheitsgrad und Farbe für seinen Wert ausschlaggebend. Die genauen Qualitätsmerkmale und die Größen, die beim Vergleich von Diamanten eine Rolle spielen, stellt 77 Diamonds übersichtlich dar. Die Form des Schliffes spielt für den eigenen Geschmack und Funktion des Diamanten eine Rolle. Daneben ist die Carat-Zahl eine wichtige Größe. Reinheitsgrad und Farbe werden ebenfalls in international einheitlichen Codes dargestellt. Letztendlich spielt neben dem Vergleich auch eine Rolle, an welchen Stein man sein Herz verliert.