von admin | Mittwoch, 7. Januar 2009 | Allgemein, Persönlich
[singlepic=109,320,240,,]Wie es heute bereits auf dem Blog Alter Falter zu lesen war: Duisburg hat immer noch Schnee. Und zwar dort, wo er nach drei Tagen in anderen Städten sicherlich nicht mehr liegen würde – auf den Fahrbahnen. Eigentlich habe ich keine Straße entdecken können, die geräumt war. In unserer Straße kam immerhin ein Streufahrzeug vorbei und ein klitzkleines Auto mit Schaufel von der Stadtreinigung, das den Fahrradweg wieder passierbar machte. Ansonsten mussten sich die Autofahrer und Fußgänger selbst die Pfade frei walzen. In der Innenstadt führte dies dazu, dass vor den Geschäften ein schmieriger Brei aus Schneematsch auf Eis liegt. Als ich gestern aus dem Bus stieg, hörte ich wie jemand davon sprach, dass sich zahlreiche Leute bereits hingelegt hätten. Die Stadt Duisburg ging das Problem auf pragmatische Art und Weise an: anstelle den Schmierfilm zu beseitigen, postierten sie in der Innenstadt mehrere Krankenwagen. Da kann keiner sagen, sie kümmern sich nicht um ihre Bürger. Immerhin wird man von der Straße wieder aufgehoben.
von admin | Freitag, 2. Januar 2009 | Allgemein, Persönlich
Ja, selbstverständlich habe ich schön gefeiert. Meine Schwester hatte Karten fürs Riff in Bochum besorgt. Erst haben wir in einem indischen Restaurant gut und reichlich gegessen, um dann vier Stunden zum Rhythmus der Hits von Vorgestern durchs Riff zu hüpfen. Ab einem gewissen Alter ist eh alles vorbei. Da steht Frau nicht mehr vor der Sylvesterparty stundenlang vor dem Spiegel und probiert zwanzig verschiedene Looks aus. Und ich habe es bereits vor Jahren aufgegeben, irgendwen mit meinem Tanzstil beeindrucken zu wollen. Wenn ich mit großen Bunny-Sätzen zu Time of my Life die Tanzfläche überhüpfe schaut eh jeder hin – sicher nicht, weil ich so wunderbar tanze wie Johnny und Baby in Dirty Dancing. Aber ich hatte Spaß. Irgendjemand hievte seine Freundin über unsere Köpfe – ein Filmzitat der etwas anderen Art. Was 2009 bringen wird? Ich hoffe, reichlich Gutes. Wer das Neue Jahr mit einem herzhaften Lachen beginnen möchte, sollte einen Blick auf den Kackblog werfen. Ich wünsche Euch allen ein glückliches Neues Jahr.
von admin | Montag, 22. Dezember 2008 | Allgemein, Persönlich

Ich entstamme der Generation kleiner Mädchen, aus denen später einmal emanzipierte Frauen werden sollten. Das hatten unsere Mütter so beschlossen und schenkten uns deshalb Spielzeug, das späteren Teilchen-Physikerinnen oder zukünftigen Bundeskanzlerinnen gerecht werden sollte. Doch anstelle des mit Naturstoffen gefärbten Holzspielzeugs (die Farbe ließ sich tatsächlich ablutschen) schielte ich heimlich auf die bonbonfarbige Welt meiner eigentlichen Heldin: Superstar-Barbie.
Sie besaß alle Attribute, die für die spätere Karriere einer Forscherin angeblich völlig uninteressant waren. Ihr Walle-Haar war platinblond, alle Rundungen und die langen Beine irreal. Superstar-Barbie kam damals als Traum in Pink mit Pelzstola und mehreren miteinander kombinierbaren Röcken und Leggins in die Kinderzimmer. Ich war hin und weg. Ich kann mich an ein Preisausschreiben des Herstellers Mattel erinnern, bei dem man sich als Gewinn ein Outfit von Barbie aussuchen durfte, dass dann in Groß geschneidert wurde. Ich und Barbie im Zwillingslook … zum Glück ersparte mir Mattel dieses Erlebnis. Ich habe nicht gewonnen.
Aber ich ließ meine Kinder-Macht spielen und terrorisierte meine Mutter so lange, bis Superstar-Barbie auch in mein Kinderzimmer einziehen durfte. Ich und Barbie gingen oft meine beste Freundin besuchen. Sie besaß einen Barbie-Friseursalon – sehr zum Bedauern meiner Mutter, die Barbie lieber in einem Genlabor hätte werkeln sehen. Stattdessen ging es um die passende Frisur zu verschiedenen Gelegenheiten.
Die Wege von mir und Barbie haben sich vor vielen Jahren getrennt. Ich habe etwas gelernt: Es schadet nichts, sich die Haare dem Anlass entsprechend zu frisieren und kleine Barbiefans werden erwachsen und können sich trotz ihrer Vergangenheit für Forschung und Literatur interessieren. Okay, vielleicht findet sich bei ihnen der ein oder andere Rock oder die Leggins in Pink im Schrank, aber das lässt sich verschmerzen.
Foto: Mattel
von admin | Montag, 8. Dezember 2008 | Allgemein, Persönlich
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Niemand kann behaupten, die Adventszeit glücklich verlebt zu haben und dabei gertenschlank geblieben zu sein. Die Zeit, in der man sich eine kugeligen Weihnachtswampe anfuttert, ist die glücklichste im Jahr. Schließlich habe ich im vorvergangenen Sommer eine Diät gemacht, die bis jetzt vorgehalten hat. Ich habe immerhin sieben Kilo abgespeckt. Das meiste davon verschwand von meinem Bauch – vom Bereich rund um den Nabel genauer gesagt. Woran ich zu Beginn meiner Diät nicht gedacht hatte, war die Tatsache, dass ich Volumen für ganze zwei Kleidergrößen verloren habe. Abnehmen hat also nicht nur Vorteile. Jetzt bin ich gerade dabei, wieder dafür zu sorgen, dass mir meine frühere Kleidung wieder passt. So lange ich beim Fernsehen, wenn ich gemütlich auf dem Sofa liege nicht unter Einschränkungen des Sichtfelds leide, bin ich glücklich. Wenn sich der Berg zu sehr in meinen Blick schiebt, werde ich die nächste Diät machen. Aber ist das nicht auch eines der Dinge, die Weihnachten einen tieferen Sinn verleihen? Sich glücklich futtern und dafür einen Grund haben.
Foto: Pixelio/Michael Franke
von admin | Donnerstag, 20. November 2008 | Allgemein, Persönlich, Schuhe
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Wenn ich mich morgens unter Ächzen aus meinem Bau schäle, ist es draußen finster und kalt. Deswegen renne ich zielgerichtet in mein winziges Badezimmer und drehe als erstes die Heizung auf, bevor ich unter die heiße Dusche springe. Dann muss ich mich später nicht zitternd unterm Handtuch verkriechen, sobald ich fertig geduscht bin. Es ist schön mollig warm. Doch beim Griff zum Cremetopf im Schrank, kommt die kalte Ernüchterung. Das Geschmiere fühlt sich auf der Haut an, als ob ich mir eine Kröte durchs Gesicht zöge. Ich warte bereits seit Jahren auf eine gute Seele, die für mich selbsterwärmende Hautcreme erfindet. Wenn ich halbwegs faltenfrei durch den Winter kommen will, sollte möglichst bald irgendein Chemiker meinen Wunsch erfüllen. Bitte liebe Kosmetik- und Pharmakonzerne, liebe Chemieriesen und was es noch gibt: erfindet die warme Wintercreme für mein Gesicht. Ich habe keine Lust auf Kröten. Ich entwickle sonst Paranoia. Es quakt aus meinem Badezimmerschrank. Und nein: wenn ich den Cremetopf küsse, schlüpft kein Prinz heraus.
Foto: EstherT/Pixelio
von admin | Donnerstag, 13. November 2008 | Allgemein, Persönlich
[singlepic=53,320,240,,]Topmodel Naomi Campbell soll einmal auf die Frage, warum sie die Küchenmöbel aus ihrer damals neu bezogenen New Yorker Wohnung hinaus warf, geantwortet haben: Was soll ich mit einer Küche, ich koche ja eh nicht. Frau Campbell funktionierte den Raum, der zum Kochen vorgesehen war, um und ihre Wohnung besaß keine Küche mehr. Das Model lässt sich wohl meist ihr Salatblatt oder die tägliche Gurke vom Lieferservice bringen. Kann auch sein, dass sie ab und zu mal im Bistro an der Ecke ein Radieschen und ein halbes Knäckebrot knabbert.
Auf meine eigene Art und Weise habe ich mir heute einen Naomi-Campbell-Tag gemacht und habe nicht selbst gekocht. Vor unserem Supermarkt steht donnerstags immer ein Hühnchen-Wagen, wo sie den ganzen Tag über Federvieh an großen Spießen rösten. Dort habe ich mir ein halbes Hähnchen gegönnt. Nach dem Auspacken zu Hause erlebte ich den Freuden-Höhepunkt des Tages: meine Augen müssen groß und hungrig ausgesehen haben, als ich vor der Theke des Hühnerwagens stand und meine Bestellung machte. Der nette junge Mann hatte mir die Vogelhälfte mit dem Hühnerpopo gegeben. Geht man jetzt davon aus, dass ein Hühnerpopo mittig sitzt, weil der Vogel ja einen halbwegs symmetrischen Körperbau hat, habe ich also die größere Hälfte bekommen. Das erfüllte mich mit großer Zufriedenheit. So ein Naomi-Campbell-Tag kommt mich teuer zu stehen, da ich nicht über ein Topmodel-Gehalt verfüge, aber zumindest habe ich heute die Hühnchenhälfte mit Popo bekommen.
Schöne Grüße von der Stubenfliege. Sie schwirrt immer noch sehr lebendig durch meine Wohung und macht sich gerade über die Reste meines Essens her.
Foto: © m.gade/PIXELIO