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Wochenende: Holland am Strand

Wochenende: Holland am Strand

Ich hab meinem Töchterchen einen Regenbogen gechenkt. So etwas hat sie sich immer schon gewünscht, wie sie mir daraufhin beteuerte. So einfach kann ich einen Menschen glücklich machen …

Strand_Wintersonne

Alles was das Herz begehrt: eiskalter Wind, Sonne und dazwischen ein paar Regenwolken. Am Wochenende war ich am Strand von Kijkduin bei Den Haag, Niederlande.

Strand_Regenbogen

Mit wetterfester Kleidung lässt sich die gefühlte Kälte ertragen. In Wirklichkeit war es am Wochenende einige Grad wärmer an der Nordsee als im Westen Deutschlands, wo es kräftig geschneit hat.

Strand_Felsen

Strand_Patricia

Kijkduin ist bekannt – wie es der Name schon verrät – für große Sanddünen.

Fotos: Lifestyle Bunny /Patricia Guzman und Thomas Majde

Katzensuppe

Katzensuppe

Hello-Kitty-Suppe

Wer will behaupten, ich würde Suppe aus unschuldigen weißen Kätzchen kochen? Von Maggi gibt es diese kulinarische Rafinesse als Instantausgabe. Ab damit aus der rosa Tüte ins Wasser, eine Runde Aufkochen und fertig ist die Hello-Kitty-Suppe. Die kleinen Mietzen landen sogar mit Schleife und passenden Blümchen-Nudeln auf dem Teller. Und wem es jetzt das Herz zerreist, dem sei gesagt: auch die kleinen Kätzchen sind nur aus Pasta. Kein Tier wurde für diese Suppe gequält.

Foto: Lifestyle Bunny / Patricia Guzman

Persönlich: Morgens um sieben

Patricia

Da stolper ich in herbstlicher Dunkelheit morgens um 7 Uhr in Richtung Kleiderschrank und ziehe das heraus, was ich zu fassen bekomme. Das Ergebnis ist eine Farbkombination, die sich dermaßen beißt, dass es schon wieder richtig gut ist. Als ich gegen mittag endlich Zeit fand, in den Spiegel zu schauen, fand ich es nicht übel. Vor sehr vielen Jahren, als ich von meiner Mutter erklärt bekam, dass man bestimmte Farben bei der Kleidung nicht kombiniert, weil sie sich beißen, bekam ich es richtig mit der Angst zu tun. Damals hatte ich Sorge, dass die Farben sich nicht nur gegenseitig, sonder auch mich beißen könnten. Mittlerweile bin ich groß, habe selbst gewaltige Zähne und kann zurückbeißen.

Das Objekt meiner Begierde

Rotkarierter Flanell_1

Der Flanell-Pyjama

Ich bin mit den Wintervorbereitungen beschäftigt: Im Herbst ist es wieder Zeit, warme Socken, lange Unterhosen und Kuschelpyjamas rauszukramen. Das ist weder sexy noch hipp. Deswegen gibt es nur ein dezentes Foto. Um so mehr liebe ich besonders meine Flanell-Pyjamas. Weite Hosen mit Gummizug geben wachsendem Winterspeck genug Entfaltungsmöglichkeiten. Das zeltähnliche Oberteil mit Knopfleiste ergänzt sinnvoll zum Ensemble und wird durch oben erwähnte Socken kompettiert. Wir stellen uns dazu eine dampfende Tasse vor, mindesten eine Tafel Schokolade und ein besonders dickes Kissen. Was braucht der Mensch mehr? Nun, ich hätte sehr gerne noch einen Ohrensessel. Zwar gibt es bei mir in der Wohnung genügend Sitzgelegenheiten, die allen verfügbaren Platz ausfüllen, aber ich darf mich geistig in mein Traumschloss beamen. Und darin ist noch genügend Raum für Hunderte von Dingen, auf denen man gemütlich sitzen kann. Davon kann es nicht genug geben, wie ich finde. Denn wer will schon alleine in seinem Flanell-Pyjama mit dampfender Tasse in der Hand und Socken an den Füßen sitzen?

Foto: Lifestyle Bunny / Patricia Guzman

Kein Schwein interessiert sich für mich

Artikel zum Thema Modebloggen bei Vice

Selbstreferenziell zu schreiben, wiedert mich an. Es kommt einem Bekenntnis zum Narzissmus gleich. Diese Eigenschaft besitzen wir Blogger alle, ich weiß, aber es ist uncool, es zuzugeben. Womit wir gleich beim Thema sind. Modeblogs drehen sich ums perfekte virtuelle Ich. Oftmals ist es weit von dem Wesen entfernt, was sich tagtäglich durch die Realtität quält. Das ergibt dieses ungute Gefühl in der Magengegend, von dem Therapeuten so gerne als Dissonanz sprechen und was vielleicht die ein oder andere in die Depression treibt. Aber den meisten von uns macht es Spaß, anderen zu zeigen, wie man gerne wäre. Und es zieht Aufmerksamkeit auf sich.

„Kein Schwein interessiert sich mehr für Modeblogs“ überschreibt Verena Bogner ihren neuesten Beitrag für Vice. Doch wir finden unsere Leser. Sie geben vor, auf der Suche nach Stiefeln oder farblich passenden Shirts zu ihrer neuen Hose zu sein. Sie wollen Inspiration – die bekommen sie auch reichlich. Vielleicht weniger, was das Anziehen betrifft. Mehr soll es ein kleines bisschen neidisch machen. Natürlich sind Modebloggerinnen dabei immer nett zu ihren Lesern. Sie lassen ihre Fans teilhaben an ihrem schönen Alltag, geben sozusagen ab.

Aber wie schreibt Verena in ihrem Artikel? „Niemanden interessiert, wie oft in der Woche du dich nach deinem Praktikum mit einem veganen Eis belohnst, für das du eine Stunde anstehen musstest oder wie oft du mit deinen coolen Bloggerfreunden beim Brunch darüber philosophierst, welchen Mehrwert eure kulturell und gesellschaftlich wichtige Arbeit hat. Wir alle essen. Es macht dich also verdammt noch mal zu nichts Besonderem, dass du eines deiner Grundbedürfnisse stillst.“ Dagegen muss ich mich entschieden wehren. Es ist etwas besonderes. Deswegen starren so Viele auf jede drapierte Nudel im Designerschüsselchen. Wobei ich nicht sagen kann, sind sie jetzt neidisch aufs Designerschüsselchen oder die Nudel? Oder vielleicht aufs aufgeräumte Drumherum? Oft essen wir nur veganes Eis, um darüber anschließend bloggen zu können.

Wer Modeblogs bierernst nimmt, ist selbst schuld. Wir neigen immer zum sozialen Vergleich zwischen uns dem Leser und der Schreibenden. Aber dem hält noch nicht einmal die coole Modebloggerin stand. Weder kann ich mir die tollen Möbel leisten noch treibe ich mich auf der Fashionweek rum. Es macht uns diabolischen Spaß, andere ein wenig neidisch zu machen.

Gelb!

Rapsfeld

Liebhabern der Farbe Gelb sagt man nach, besonders optimistisch zu sein. Vielleicht ist deshalb Gelb für mich die Farbe des Frühlings. Jahr für Jahr habe ich das unstillbare Bedürfnis Rapsfelder zu fotografieren. Ich komme täglich an mehreren vorbei. Und meine Rapsfeld- Fotosammlung wächst und wächst.