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Ab ins Wunderland

Vor einigen Tagen trat der Trailer zu Tim Burtons Alice in Wonderland seinen Siegeszug durchs Web an. Es sind vor allem die fantasievollen Kostüme und das knallbunte Filmset, was mir beim Sehen sofort ins Auge springt. Kostümbildnerin Colleen Atwood hat sich für uns einen umwerfenden Look für Alice, Hutmacher, rote und weiße Königin und alle anderen Filmfiguren ausgedacht. Wie mir scheint, dürften die beiden Oscars, die Colleen Atwood bereits zu Hause hat, bald weitere Gesellschaft bekommen. Schon jetzt schließe ich aus dem Trailer, dass die Kostüme einen großen Teil des Erfolgs von Alice im Wunderland ausmachen werden. Bei Ain’t it Cool News gibt es Fotos einer Ausstellung  von Requisiten und Kostümen aus dem Film. Besten Dank an Great Gonzos Moviemadness für den Tipp. Falls Euch in den kommenden Monaten ein fluffiges weißes Kaninchen über den Weg hoppelt … nichts wie hinterher! Für alle anderen geht es erst im März 2010 ins Wunderland – dann startet der Film.

Artikel in der Zeit: die Frauen der Mafiosi

Schleier_Augen

Ist ein Mafia-Mitglied im Gefängnis, sieht man seine Frau ohne Make-up oder Nagellack, nachlässig gekleidet und unfrisiert. Sähe sie elegant und gepflegt aus, wäre das ein weithin sichtbares Zeichen für ihre Untreue dem eingesperrten Mann gegenüber. Roberto Saviano schildert eindringlich in einem Artikel für die Onlineausgabe der Zeit, welchen Einfluss Mafia und ’Ndrangheta auf Ehefrauen und Verlobte haben. Fast ausnahmslos tragen die Frauen der Mafiosi Schwarz, weil oft ein Familienmitglied, Freund oder Verwandter zu betrauern ist, unter den Kleidern rote Unterwäsche, die das Blutvergießen symbolisiert.

Wenn wir über Kleiderregeln in Terrorsystemen sprechen, fallen Parallelen zum Burka-Zwang der Talibanherrschaft auf. Die Reglementierungen werden hier wie dort meist von Männern aufgestellt, betreffen oft ausnahmslos Frauen. Macht zeigt sich über ihr Aussehen. Unter Umständen passiert dies zum vermeintlichen Vorteil der Frau, indem sie über teure Kleidung den Reichtum ihres Ernährers demonstriert. Die freie Wahl der eigenen Kleidung gehört zu den Errungenschaften der Emanzipation. Dies gilt ebenfalls für das Recht, seine Cerrutti-Sonnebrille oder das Prada-Kleid selbst bezahlen zu dürfen.

Roberto Saviano über einen archaischen Verhaltenskodex, der sämtliche Lebensbereiche wie Sex, Aussehen und Alltag reglementiert: Mafia – Im Bett mit dem Tod.

Kopftuchdebatte

Es wäre viel zu einfach …

einen klaren Standpunkt im Kopftuchstreit zu vertreten und entweder dafür oder dagegen zu sein. Ein Modeblog sollte sich ab und zu auch mit religiös oder sozial motivierter Kleiderwahl auseinandersetzen. Das Kopftuch, das muslimische Frauen tragen, ist für uns im Westen häufig ein Symbol der Unterdrückung von Frauen in muslimischen Ländern. Versichern die Betroffenen, dass sie freiwillig ihren Kopf oder manchmal den gesamten Köper verhüllen, sind wir skeptisch. Mein Empfinden, dass auch Frauenhaar es wert ist, öffentlich sichtbar getragen zu werden, steht konträr zu meiner Auffassung, dass jeder seine Kleidung ganz nach seinem Willen wählen darf. Demnach dürfen auch muslimische Frauen ihren Kopf verhüllen, wenn sie das möchten – ich muss es nicht mögen.

Allerdings würde es mir persönlich besser gefallen, wenn Musliminnen die Freiheit hätten, ihre Kleidung mehr dem Zweck anzupassen. Soweit ich weiß, verbietet der Islam keiner Frau Sport zu machen. Und warum sollte sie nicht beim Sport zeitweise aufs Kopftuch verzichten, wenn es bequemer ist? Wie weit muss ein religiöses Statement gehen? Genügt es nicht, im Alltag ein Kopftuch zu tragen und beispielsweise beim Schwimmen darauf zu verzichten?

Foto: Screenshot Dressed to Swimm

Kahlschlag im Zauberwald

Bisher wussten wir nur von Wenigen, ob sie es unten herum gerne lang und flauschig haben oder kahl und glatt. Die Rasur des Intim-Bereichs war Privatsache, gerät aber jetzt per Medien ins Licht der Öffentlichkeit. Spiegel-Autor Manfred Dworschak wagt einen kritischen Blick in die Unterhosen der Nation und ist wenig begeistert. Da ist dem Menschen nur kärgliche Behaarung seines einst prächtigen Pelz geblieben und er rückt dem Gesprießten mit Schaum und Klinge zu Leibe. …

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Wenn Engel gehen: Farrah Fawcett ist tot

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Charlie hat jetzt einen Engel weniger: Die Schauspielerin Farrah Fawcett ist am 25. Juni gestorben – am selben Tag wie Michael Jackson. Leider widmen sich die Medien durch diesen Umstand weniger ihrem Tod. In den späten 70er Jahren war sie eine der stilbildenden Frauen der Öffentlichkeit. Mit Föhnmähne, Strahlezähnen und Sonnenteint traf sie recht genau die Vorstellung, die die Menschen vom „All-American-Girl“ hatten. Ihr Look lebt auch 30 Jahre nachdem sie als Engel die Welt rettete fort. Fönwellen sieht man in Zeiten des Glätteisens nicht ganz so viel. Hier habe ich aber einige Exemplare der Klassiker für Euch aufgetrieben. …

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Blogpost zu Michael Jackson

Der King of Pop ist gestorben. In den vergangenen Jahren haben wir fast vergessen, was für ein großartiger Künstler er gewesen ist. Sein Leben war nicht ganz so königlich, wie wir es uns bei einem Idol wünschen. Licht und Schatten eines Superstars. Michael Jackson: black or white? … auf meinem zweiten Blog hier auf  Kultur Bunny.